ALTSTÄTTEN: Ein Maimarkt der Regenschirme

Das Wetter und der Frühling waren bei vielen Besucherinnen und Besuchern des Maimarktes das Thema. Der leichte Regen hielt gestern Hunderte Leute nicht vom Besuch des traditionellen Anlasses im Städtli ab.

Kurt Latzer
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Über mangelnde Kundschaft konnte man sich vor allem an den Gemüseständen nicht beklagen . . . (Bilder: Kurt Latzer)

Über mangelnde Kundschaft konnte man sich vor allem an den Gemüseständen nicht beklagen . . . (Bilder: Kurt Latzer)

Kurt Latzer

Der Altstätter Maimarkt war gut besucht und besonders intensiv. Zumindest was die verschiedenen Düfte anbelangt. Vielleicht hat man diese auch einfach stärker wahrgenommen, bei den für die Jahreszeit tiefen Temperaturen. Schon von Weitem stieg einem der unverkennbare Duft nach Bratwürsten in die Nase.

Von den Marktständen, die keine Esswaren anboten, waren die mit Lederwaren gut zu identifizieren, wäre man nur der Nase nach durch den Markt geschlendert. Heisse Suppe, gebrannte Mandeln, Gewürze und Geräuchertes hätte man mit verbundenen Augen gefunden. Interessant zu beobachten waren Dinge, denen man sonst weniger Beachtung schenkt – Regenschirme. Hohe runde, flache mit mehreren Ecken, transparente, bunte und sogar solche, wie sie der örtliche Verkehrsverein an Zuzügerbegrüssungen verschenkt. Und dann waren da die unterschiedlichsten Kappen, Mützen und Hüte – vom Tirolerhut, der Zipfelmütze bis hin zum Sombrero und der Baskenmütze.

Eher untypisch für den Alt­stätter Frühlingsanlass: Auf den Strassen und in den Gassen waren vergleichsweise wenig Appenzeller Trachten zu sehen. Auch nicht vor der «Linde» auf der Breite, wo sich Appenzeller Landwirte traditionsgemäss gerne treffen. Nicht nur zur grossen Viehschau im Herbst zieht es sie aus dem Ausser- und Innerrhodischen ins Städtli.