ALTSTÄTTEN: Donnerstags-Jasser zum Letzten

Am vergangenen Donnerstagnachmittag wurden im «Grüntal» zum letzten Mal die Karten gemischt. Fredi Koller und George Bucher geben die Organisation des Donnerstags-Jasses auf.

Max Pflüger
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Spielen und plaudern, der Donnerstags-Jass im «Grüntal» bedeutete den Senioren über 60 viel. (Bild: Max Pflüger)

Spielen und plaudern, der Donnerstags-Jass im «Grüntal» bedeutete den Senioren über 60 viel. (Bild: Max Pflüger)

Max Pflüger

Von 1985 bis 2006 organisierten Fredi Koller, Wirt im «Grüntal», und der inzwischen pensionierte Lehrer George Bucher jeweils im Dezember die «Grüntal»-Senioren-Jassmeisterschaft. Von 1997 bis 2017 kam die Organisation des «Grüntal»-Donnerstags-Jasses dazu. Zehn Mal pro Jahr, jeweils am letzten Donnerstagnachmittag des Monats. Nur während der Ferien im Juli sowie im Dezember rund um Weihnachten fiel der obligate Donnerstags-Jass aus.

Die Organisatoren sind amtsmüde

21 Jahre Jassmeisterschaft, 20 Jahre Donnerstags-Jass, während zehn Jahren sowohl Meisterschaft als auch Donnerstags-Jass, das macht insgesamt 31 Jahre, während denen Fredi Koller und George Bucher für die älteren Jasser, 60plus, gemütliche und gesellige Spielnachmittage orga­nisierten. Nun sind die beiden Organisatoren amtsmüde und wollen aufhören.

Ausser den beiden war nur noch eine Mitspielerin seit 1985 immer dabei: Rosa Bucher, die Mutter von George. Leider war es ihr nicht mehr vergönnt, auch am letzten Spieltag vom vergangenen Donnerstag noch einmal mitzujassen. Vor rund einem Monat, am 13. Dezember, ist sie verstorben.

Jasser aus der ganzen Region

Die Idee zu «Jassen mit Senioren» hatten George Bucher und Fredi Koller in einem Skilager in Brigels. Bucher war mit einer Realklasse dort, Koller begleitete ihn als Skilehrer. Die Idee kam an und wurde erfolgreich ausgebaut. Bis zu 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, Altstätter, aber auch aus der ganzen weiteren Region Herbeigereiste, aus Walzenhausen und Heiden, St. Margrethen und Diepoldsau, Werdenberg und dem Fürstentum Liechtenstein, versammelten sich jeweils im «Grüntal» und jassten miteinander um Punkte und Ehre. Aus einem bescheidenen Obolus jedes Mitspielers kam das Preisgeld für die Sieger zusammen. Gejasst wurde ein Schieber, wobei die Spieler, Partner und Gegner einander zugelost wurden. So kam man mit vielen verschiedenen Jasskollegen zusammen, lernte neue Mitspieler kennen und genoss einen geselligen Nachmittag. Dieser bedeutete den Senioren viel. Das ist nun leider vorbei. Doch bleibt die gute Erinnerung und die Dankbarkeit gegenüber George Bucher und Fredi Koller, die nicht weniger als drei Jahrzehnte lang Hunderte von Arbeitsstunden ehrenamtlich in das Jassprojekt gesteckt haben.