Altstätten braucht ein neues Hallenbad

Die politische Vereinigung a plus ist überzeugt, dass die Stadt Altstätten und ihre Nachbargemeinden ein Hallenbad brauchen. Sie macht sich für ein neues und erweitertes Hallenbad stark.

Drucken
Teilen

Die politische Vereinigung a plus ist überzeugt, dass die Stadt Altstätten und ihre Nachbargemeinden ein Hallenbad brauchen. Sie macht sich für ein neues und erweitertes Hallenbad stark.

Die Stadt Altstätten steht vor einer wichtigen Entscheidung: Soll das über 40 Jahre alte Hallenbad durch ein neues ersetzt, total saniert oder gar abgebrochen werden? Für «a plus» kommen die Schliessung und der Abbruch nicht in Frage. Als wichtige Zentrumsgemeinde könne Altstätten, nachdem es nun einmal ein Hallenbad besitze, sich nicht aus der Verantwortung stehlen und diese für Jung und Alt wichtige Institution kurzerhand dem Erdboden gleichmachen. In Anbetracht der grossen Bedeutung dieses Bades für das ganze obere Rheintal, erachtet es «a plus» allerdings für nötig, dass mit den benachbarten politischen Gemeinden und Schulgemeinden noch einmal das Gespräch zwecks breiterer Trägerschaft gesucht wird.

Sanierung: Aber welche?

Wer sich wie «a plus» gegen eine Schliessung des Hallenbades ausspricht, muss es konsequenterweise sanieren. Eine «Billigvariante» mit einer sanften Renovation kostet nicht nur mehrere Millionen Franken, sie ist auch der falsche Weg. Das Altstätter Hallenbad hat nur dann eine wirtschaftliche Zukunft, wenn es umfassend saniert und mit einem zweiten Becken erweitert wird. Das ist das Resultat einer Umfrage, die «a plus» bei seinen Mitgliedern im Dezember gemacht hat. Diese Minimallösung sei nötig, um dem Bad das wirtschaftliche Überleben überhaupt zu sichern. Eine Haltung, die auch vom Chef des Amtes für Sport im Kanton St. Gallen, Patrik Baumer, geteilt wird.

Ob diese Variante genügt, wird von Teilen bei «a plus» in Frage gestellt. Eine Mehrheit wünscht sich neben der Erweiterung mit einem zweiten Becken auch zusätzliche Attraktivitätsteigerungen, weil das Hallenbad langfristig nur so überleben könne.

Auch wenn wir in Altstätten nicht eine ähnliche Lösung realisieren können, lohnt sich in diesem Zusammenhang ein Blick nach Wil: Dort wird zurzeit für viele Millionen Franken eine neue Sportanlage realisiert. Gebaut wird auch ein Hallenbad mit zwei Becken und einem Kinderplanschbereich. Dazu kommt eine grosszügige Wellnessanlage. «Ein Hallenbad entspricht einem Bedürfnis weiter Bevölkerungskreise und gehört zudem nach Beurteilung des Stadtrates zu einer attraktiven Infrastruktur einer Stadt von der Grösse Wils», begründet der Stadtrat Wil sein grosses finanzielle Engagement in diesem Bereich.

Warum nicht mit Privaten?

Den Vorschlag des Stadtrates Altstätten, mit der Variante 1 einen privaten Partner mit an Bord zu holen, soll laut «a plus» trotz der vielen Vorbehalte in der Bevölkerung nicht von vornherein ad acta gelegt werden. Auch wenn dieses PPP-Modell in der Ostschweiz noch kaum bekannt ist, sollte zumindest geprüft werden, ob sich ein privater Investor und Partner für den Wellnessbereich finden lässt. Die Synergien, die zwischen einem Hallenbad und einer Wellnessanlage genutzt werden können, sind offensichtlich. Ein Blick in verschiedene Hallenbäder im Kanton (St. Gallen, Bütschwil, Wil) zeigt, dass hier überall zumindest eine Sauna angegliedert ist.

Eine Grundsatzfrage

«Hallenbad, Ja oder Nein?» ist für «a plus» nicht nur eine gesundheitspolitische Frage, es ist auch eine wichtige Grundsatzfrage, die von den Bürgerinnen und Bürgern dieses Zentrumsortes beantwortet werden muss. Kann und darf die 11 000-Einwohnergemeinde, die sich immer noch gerne «Metropole des Rheintals» nennt, kurzerhand ihr Hallenbad schliessen? Das Signal, das so nach aussen gesendet würde, wäre ein fatales. Muss als nächstes aus finanziellen Gründen die Bibliothek Reburg geschlossen werden? Und wie lange können wir uns noch die kulturellen Institutionen leisten? Das finanziell enge Korsett, in dem Altstätten eigentlich immer steckt, darf die Stadt nach Meinung von «a plus» jetzt nicht dazu verleiten, in einer Kurzschlusshandlung eine gewachsene Struktur ein für allemal zu zerstören. «Altstätten braucht weiterhin ein attraktives Hallenbad», lautet denn auch das Fazit von «a plus».

Markus Rohner

Präsident «a plus»

Aktuelle Nachrichten