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ALTSTÄTTEN: Bachausbau wird konkreter

Seit bald vier Jahren hoffen die Anwohner am Brenden- und Stadtbach auf besseren Hochwasserschutz. Nun liegt das Projekt für den Ausbau eines ersten Teilstücks vor. Am Donnerstag wurde im «Sonnen»-Saal informiert.
Max Tinner
Anwohner beim Studium der Detailpläne am Donnerstagabend im «Sonnen»-Saal. (Bild: Max Tinner)

Anwohner beim Studium der Detailpläne am Donnerstagabend im «Sonnen»-Saal. (Bild: Max Tinner)

Max Tinner

2014 trat der Stadtbach übers Ufer und verwüstete halb Altstätten. Letzten Herbst standen erneut einige Keller und Hauseingänge unter Wasser. So manch ein Anwohner regt sich nun jedes Mal, wenn der Bach nach starkem Regen anschwillt, darüber auf, dass nicht längst mehr zum Schutz der Liegenschaften getan worden ist. Zwar wurden im Zuge vorgezogener Massnahmen provisorische Ufererhöhungen montiert und Schwenktore, mit denen bei Hochwasser Brücken seitlich geschlossen und für den Bach überströmbar gemacht werden. Aber die eigentlichen Hochwasserschutzprojekte liessen bislang auf sich warten.

Nun liegt aber das Projekt für einen ersten Abschnitt vor, für den Brendenbach zwischen dem Kiesfang Obermüli und dem Durchlass unterm Frauenhofplatz hindurch. Am 9. Februar hat die Stadt im «Rheintaler» und in der «Volkszeitung» über die vorgesehenen Arbeiten informiert. Ausserdem wurde das Projekt diesen Donnerstag im «Sonnen»-Saal erläutert.

Das Bachbett vermag heute auf dem Projektabschnitt ein Hochwasser mit 28 m3 Wasser pro Sekunde zu schlucken. Mit den vorgesehenen Massnahmen wird die Kapazität auf 40 m3 pro Sekunde erhöht, was einem auf diesem Abschnitt statistisch alle 100 Jahre auftretenden Hochwasser entspreche, erklärte Projektverfasserin Jasmine Lude von der Brühwiler AG, Bauingenieure und Planer, Gossau. Für manchen Anwohner weiter unten am Stadtbach stellte sich damit die Frage, ob das Bachbett vor seinem Haus nun nicht zum nächsten Engpass wird. Stadtpräsident Ruedi Mattle betonte dazu, dass dieses Projekt für den Unterlauf des Brendenbachs lediglich das erste von mehreren Teilprojekten zur Verbesserung der Hochwassersicherheit im Städtli sei. Das Projekt für den Ausbau des Stadtbachs liege zurzeit zur Prüfung beim Kanton. Und auch an den Projekten für einen weiteren Geschieberückhalt im Weidest und für die Sanierung der Bachverbauungen am Oberlauf des Brendenbachs werde «mit Hochdruck» gearbeitet.

Bauverbot mit Bestandesgarantie

Der Anlass war gut besucht. Dies nicht zuletzt, weil die Bachsa­nierung Konsequenzen für das Grundeigentum der Anstösser hat. Betroffen ist alles, was innerhalb der Baulinien liegt, die auf Grundlage der neuen Gewässerschutz-Gesetzgebung definiert worden sind. In diesem Streifen dem Bach entlang gilt faktisch ein Bauverbot. Für bestehende Bauten gelte aber eine Bestandes- und Wiederaufbaugarantie, die auch eine Erweiterung nicht ausschliesse, erklärte Renato Lenherr vom kantonalen Amt für Raumentwicklung und Geoinformation: «Massgebend ist, was vor dem Bau bewilligt worden ist.»

Abstimmung nötig

Nach dem Ende der Auflagefrist werden allfällige Einsprachen zu bereinigen sein. Danach wird die Stadt mit den Grundeigentümern Verhandlungen über den Boden führen, der für das Projekt benötigt wird. Stadtpräsident Ruedi Mattle stellte bereits jetzt klar, dass keine individuellen Preise ausgehandelt würden, sondern für alle derselbe Ansatz gelten werde.

Bevor gebaut werden kann, ist wegen der Kosten auch noch eine Urnenabstimmung nötig. Das Projekt für den Ausbau des Brendenbach-Unterlaufs wird voraussichtlich 3,135 Mio. Franken kosten, wobei Bund und Kanton knapp zwei Drittel der Kosten übernehmen werden. Ausserdem hat die Mobiliar Versicherung einen Beitrag von 300 000 Franken in Aussicht gestellt. Die Restkosten für die Stadt betragen dann noch rund 914 000 Franken.

Hinweis

Das Wasserbauprojekt und der zugehörige Baulinienplan liegen noch bis 14. März im Rathaus auf.

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