ALTSTÄTTEN: Auch dieses Jahr gibt es ein «Film im Städtli»

Man darf sich wieder auf ein Open-Air-Kino auf dem Kirchplatz freuen. Zwischen dem 28. Juli und dem 11. August werden insgesamt 14 Filme aufgeführt. Solche zum Lachen, aber auch solche, die nachdenklich stimmen.

Max Tinner
Merken
Drucken
Teilen
Die Organisatoren und Vertreter der Stadt und der Kirche präsentieren das Programm, von links: Mesmer Peter Thür, Pfarrer Roman Karrer, Stadtrat Ruedi Dörig, Stadtschreiberin Beatrice Zeller, Pascal Zäch und Denise Zellweger vom Kino Madlen. (Bild: Max Tinner)

Die Organisatoren und Vertreter der Stadt und der Kirche präsentieren das Programm, von links: Mesmer Peter Thür, Pfarrer Roman Karrer, Stadtrat Ruedi Dörig, Stadtschreiberin Beatrice Zeller, Pascal Zäch und Denise Zellweger vom Kino Madlen. (Bild: Max Tinner)

Pascal Zäch und Denise Zellweger vom Kino Madlen haben sich offensichtlich bemüht, für jeden Open-Air-Kinogänger einen auf ihn zugeschnittenen Film ins Programm zu nehmen. Den Auftakt zum 12. Film im Städtli macht ein Film für die ganze Familie. «Ich – einfach unverbesserlich 3» verhilft zu einem Wiedersehen mit den Minions. Die Kids werden ihre Gaudi haben!

Bereits der Film am folgenden Abend zeigt, wie kontrastreich das diesjährige Programm ist. «Dunkirk» erzählt vom Kampf um Dünkirchen während des Zweiten Weltkriegs. Das sei schon «schwere Kost», gibt Pascal Zäch bei der Programmpräsentation gestern auf dem Kirchplatz zu, und man habe sich länger Gedanken darüber gemacht, ob man den Film überhaupt ins Programm aufnehmen solle. Weil man aber auch nachdenklich stimmende Filme zeigen wolle, habe man sich schliesslich doch dafür entschieden.

Film im Städtli bietet aber auch viele Filme, die das Gemüt erheitern. Zum Beispiel «Vier gegen die Bank», eine irrwitzige, actiongeladene deutsche Komödie. Auch schweizerisches Filmschaffen ist stark vertreten, mit «Heidi» und dem «Schellen-Ursli» ebenso wie mit der «Göttlichen Ordnung».

Letztgenannter Film macht zusammen mit «Hidden Figures – unerkannte Heldinnen» die Diskriminierung der Frau zum Thema. Einen weiteren Schwerpunkt bildet mit «Willkommen bei den Hartmanns» und «Hereinspaziert» die Fremdenfeindlichkeit; das Thema wird allerdings mit viel Humor angegangen. «Hereinspaziert» wird zudem als Schweizer Vorpremiere gezeigt, rund anderthalb Monate, bevor der Film offiziell in die Kinos kommt. Pascal Zäch und Denise Zellweger hoffen, dass der Film dann auch tatsächlich bereits zur Verfügung stehen wird.

Besonders passend zum Aufführungsort vor der Kirche ist «Die Hütte –ein Wochenende mit Gott». Pfarrer Roman Karrer hat ihn bereits gesehen. Er ist aber der Ansicht, dass auch der eine oder andere weitere Film durchaus sehenswert ist. Selbst wird er sich voraussichtlich «Sully» ansehen, in dem es um den Piloten geht, der eine Linienflugmaschine auf dem Hudson River notlandet und sich dann deswegen vor Gericht dafür verantworten muss. Zu sehen gibt es weiter «La La Land» – oscarausgezeichnet, «Florence Foster Jenkins» und «Plötzlich Papa». Ein wirklich sehenswertes Programm!

Max Tinner

Hinweis

Auf www.kinomadlen.ch ist unter «openair kino» das Programm mit detaillierten Hinweisen zu den Filmen bereits aufgeschaltet. Der Vorverkauf läuft ebenfalls schon.