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ALTSTÄTTEN: a plus will Marktgasse autofrei

Zwei Galionsfiguren im Kampf um die Zukunft der Marktgasse sind im Vorstand von a plus: Ruedi Dörig und Anton Studach. Die Mitglieder hörten sich beide an – und sprachen sich für die Initiative aus.
Gert Bruderer
Die Mitglieder der politischen Vereinigung erlebten am Mittwoch eine besondere Versammlung, weil zwei ihrer Vorstandsmitglieder für die Zukunft der Marktgasse kämpfen – der eine zugunsten der Autofrei-Initiative, der andere für den Gegenvorschlag. (Bild: Gert Bruderer)

Die Mitglieder der politischen Vereinigung erlebten am Mittwoch eine besondere Versammlung, weil zwei ihrer Vorstandsmitglieder für die Zukunft der Marktgasse kämpfen – der eine zugunsten der Autofrei-Initiative, der andere für den Gegenvorschlag. (Bild: Gert Bruderer)

Gert Bruderer

Studach, Kassier bei a plus, warb für die Autofrei-Initiative, Dörig, Vizepräsident der politischen Vereinigung, war bestrebt, den anwesenden Mitgliedern den Gegenvorschlag beliebt zu machen. Es war sozusagen die Generalprobe, denn am 6. September treten Studach und Dörig erneut und in grösserem Rahmen gegeneinander an – bei der öffentlichen Veranstaltung zur Abstimmung vom 24. September.

Dörigs Rolle ist insofern eine besondere, als er auch Stadtrat ist und er der Arbeitsgruppe vorstand, die von der Altstätter Regierung für die Erarbeitung des Gegenvorschlags eingesetzt worden war. Es ist dies sozusagen seine zweite Nagelprobe, nachdem er seinerzeit mit der Parkplatzbewirtschaftung erfolgreich war; auch jene Abstimmung hatte er als Vorsitzender vorbereitet.

Arbeitsgruppe «nicht ausgewogen» besetzt

Die Positionen sind hinlänglich bekannt, die Emotionen offenbar untrennbar mit der Diskussion über die Zukunft der Altstätter Marktgasse verbunden. Fast flogen selbst innerhalb von a plus die Fetzen.

Beispiel Arbeitsgruppe. Wieso, wurde gefragt, waren ausser zwei Stadträten je zwei Igea-Mitglieder und Anwohner vertreten? Der Grund sei ihre direkte Betroffenheit, antwortete Dörig. Die Kritik fiel heftig aus: «Man vergisst die Bürger, die Familien.»

Auch der vermeintliche Anspruch von Anwohnern auf einen öffentlichen Parkplatz vor dem Haus gab zu reden – und wurde verneint. Es habe niemand solch ein Sonderrecht.

Wo beginnt die Marktgasse?

Eine wichtige Frage ist die nach dem Anfang der Marktgasse. Würde sie vollständig autofrei, bliebe die Zufahrt in andere Gassen verwehrt. Die Initianten haben, auch wegen der Post, ihre ­ursprüngliche Vorgabe insofern gelockert, als die Zufahrt zur ­Engelgasse gewährleistet bleiben soll. Von der Rückkehr der Post ins Städtli habe man bei der ­Aufgleisung der Initiative noch nichts gewusst, erklärte Studach. – Ein Steilpass für Dörig, der meinte: «Ein Problem der Initiative besteht darin, dass nicht klar ist, was denn jetzt gilt.»

Zusammengefasst stehen sich eine «generelle Festlegung der Richtung» (die Autofrei-Initiative) sowie ein konkreter Gegenvorschlag der Stadt gegenüber.

Mit 9:3 Parole für Initiative gefasst

Die Kritik, der Gegenvorschlag gehe viel zu wenig weit und nehme die Anliegen der Autofrei-Befürworter nicht wirklich auf, konterte Ruedi Dörig unter anderem mit der Möglichkeit, die an Sommer-Wochenenden bestehende Autofreiheit auf dem westlichen Teil der Marktgasse allenfalls auszubauen.

Die neue, klare Gliederung der Marktgasse gemäss Gegenvorschlag brächte im Wesentlichen mehr Raum sowie ein ­generelles Vortrittsrecht für die Fussgänger, mehr Grün und ­Veloabstellplätze, eine schmale Fahrbahn für die Autos und ein «auch bei Schnee funktionierendes» Parkleitsystem für die Altstadt.

Die politische Vereinigung a plus ist damit nicht zufrieden. Die Mitglieder stimmten mit 9:3 zugunsten der Autofrei-Initiative und mit 10:2 Stimmen gegen den Gegenvorschlag der Stadt, dies bei einer Enthaltung. Mit 9:2 sprach man sich dafür aus, bei einem allfälligen Abstimmungs-Ja zu Initiative und Gegenvorschlag der Initiative den Vorzug zu geben.

Zu einer Randbemerkung führte das Titelbild des erläuternden Berichts zur bevorstehenden Abstimmung. Das Foto, auf dem die heutige Marktgasse zu sehen ist, beschönige die Wirklichkeit.

Hinweis: Öffentliche Orientierungsversammlung: Mittwoch, 6. September, 19.30 Uhr, Altstätter «Sonnen»-Saal.

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