Altes abgelegt, Glück geholt

Im voll besetzten Burgkeller brachte Angela Barbara Rüesch Zöllig den Besucherinnen den Zauber der Raunächte näher.

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Die Perchtawiiber zeigten sich in ihren neuen Holzmasken und Kostümen. (Bild: pd)

Die Perchtawiiber zeigten sich in ihren neuen Holzmasken und Kostümen. (Bild: pd)

Traditionsgemäss am 2. Januar starteten die Perchtawiiber mit einer Raunacht ins neue Jahr. Der Schneefall, die zahlreichen Laternen und ein grosses Feuer waren das passende Ambiente, um im Burgwisli die Frauen mit einem Apéro begrüssen zu dürfen.

Ausschliesslich Frauen sind eingeladen

Die Raunächte zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag sind die mystische Zeit um die Jahreswende. Viele Bräuche und Traditionen sind vergessen gegangen. Die Rhintaler Perchtawiiber haben mit der Raunacht am 2. Januar, in Erinnerung an die schaurige Frau Percht, diese Tradition wieder aufleben lassen. Die Sagengestalt Frea oder auch Frau Holle genannt, ist die Schutzpatronin der mystischen Raunächte. Darum sind zur Raunacht ausschliesslich Frauen eingeladen. Noch vor wenigen Generationen bildete dieser Brauch einen der traditionellen Höhepunkte des Jahres. Diesen Zauber der Raunächte vermittelte die Referentin Angela Barbara Rüesch Zöllig den Besucherinnen in eindrücklicher Weise.

Was man ablegen will, wurde symbolisch verbrannt

Nachdem sich die Perchtawiiber und die Wächterinnen in ihren neuen Holzmasken und Kostümen gezeigt hatten, schritt man gemeinsam zu Feuerritual. Altes Vergangenes, das man ablegen wollte, wurde symbolisch im Feuer verbrannt, damit man mit Neuem ins 2019 starten kann. Nach dem Feuerritual durfte natürlich auch der Händedruck von einem Perchtawiib nicht fehlen, denn dieser soll Glück bringen. Alle waren sich nach dem Abend einig – es war wiederum ein wunderschöner Anlass im perfekten Ambiente – sogar der Schneefall setzte pünktlich ein. Weitere Infos: www.perchtawiiber.ch. (pd)