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Alte Strünke als Schlupfwinkel

Der Sanierung der A1 zwischen Rheineck und St. Margrethen sind viele Bäume und Sträucher zum Opfer gefallen. Nach Abschluss der Arbeiten bekommt die Natur den Boden zurück – mit alten Strukturen.
Kurt Latzer
Den vorübergehend als Installationsfläche genutzten Boden bei den Autobahnknoten St. Margrethen (Bild) und Buriet bekommt die Natur zurück. (Bild: Kurt Latzer)

Den vorübergehend als Installationsfläche genutzten Boden bei den Autobahnknoten St. Margrethen (Bild) und Buriet bekommt die Natur zurück. (Bild: Kurt Latzer)

Auf einer planierten Fläche verteilt liegen in Abständen alte Baumstrünke, Arbeiter baggern sich durch angehäuftes Erdreich. Dieses Bild bietet sich seit ein paar Wochen beim Autobahnknoten in St. Margrethen.

«Verkehrsteilnehmern bietet sich bei den Autobahneinfahrten Buriet und St. Margrethen ein ungewohnter Anblick. Die einst dicht mit Bäumen und Buschwerk bewachsenen Flächen nahe der A1 wurden radikal gerodet», war am 9. Dezember 2015 in dieser Zeitung zu lesen.

Gerodet trotz verschobenem Projekt

Die Arbeiten abseits der Fahr­bahnen wurden damals durch­geführt, obwohl die Autobahnsanierung um ein Jahr verschoben worden war. Nötig war die Rodung der Flächen, um Platz für Baucontainer, Material, Maschinen und Arbeiter zu schaffen. Mit einem Jahr Verspätung hatte das Bundesamt für Strassen (Astra) der Instandstellung des 8,3 Kilometer langen Autobahnteilstücks zwischen Rheineck und St. Margrethen grünes Licht gegeben.

Im Oktober sind die Installationsplätze an beiden Knoten wieder geräumt worden. Die nicht mehr benötigten Flächen bekommt die Natur nun zurück. Weshalb aber verteilen Arbeiter dort alte, verdorrte Baumstrünke? Gibt es unter den Planern Optimisten, die glauben, die unförmigen Holzklötze könnten wieder austreiben? «Nach Abschluss der Arbeiten im September werden diese Flächen nun wieder freigegeben. Die Gestaltung der besagten Flächen richtet sich dabei nach dem übergeordneten Gestaltungsplan respektive nach dem landschaftspflegerischen Begleitplan», sagt Stefan Hauser, Astra-Mediensprecher, Abteilung Winterthur. Ziel sei, den Eingriff in die Natur, der durch das Projekt entstanden ist, wieder zu kompensieren.

«Dabei werden besonders Brachflächen naturnah gestaltet und als sogenannte Ruderalflächen erhalten. Solche Flächen – Standorte mit einem steinigen, humusarmen Untergrund, zumeist offene Flächen mit Kies, Sand oder Geröll – bieten ökologisch interessante Lebensräume für verschiedene Pflanzen- und Tierarten», sagt Hauser. Die Baumstrünke, die jetzt auf den ehemaligen Installationsflächen aufgestellt worden seien, dienten als Zufluchtsorte für Reptilien und stammen aus der Rodung vor Baubeginn, also aus dem gleichen Perimeter.

Weitere Massnahmen seien dort nicht vorgesehen. Für den Rheinstrandweg in St. Margrethen – hinter dem Oberstufenzentrum etwa – hatte das Astra ebenfalls Ersatz für gefällte Bäume versprochen. Wann diese Arbeiten in Angriff genommen werden, steht noch nicht fest.

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