Altachs Serie hält

Bundesligist Altach gewinnt in Mattersburg und bleibt Co-Leader. Lustenau verliert erstmals seit zwei Monaten.

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Die Austria Lustenau ist nicht mehr Tabellenführer: Nach der Heimniederlage gegen den Linzer ASK verlor die Austria die Leaderposition an den direkten Konkurrenten. Dieser führt nun mit 37 Punkten, einem mehr als Lustenau.

Das Spiel geriet für Lustenau schon früh auf die schiefe Bahn. Nach nicht einmal zwei Minuten setzte sich Linz‘ Mayer über rechts durch und passte zur Mitte, wo Gartler die Linzer in Führung brachte. Die lautstarken Proteste der Lustenauer, wonach der Ball im Out gewesen sein soll, halfen nichts, das Tor zählte. Eine wütende Reaktion zeigte Lustenau dann kurz später: Schon in der neunten Minute fiel das Ausgleichstor, Raphael Dwamena traf aus 20 Metern mit einem satten Linksschuss zum 1:1.

Dwamena-Doppelpack reicht für Lustenau nicht

Das Spiel blieb daraufhin attraktiv, wobei sich Lustenau vorwerfen lassen muss, nicht ideenreich genug gespielt zu haben. Immer wieder suchten die Gastgeber Torjäger Dwamena, der sich aber nicht jedes Mal durchsetzen konnte. Linz spielte demgegenüber etwas kreativer und cleverer. Die 2:1-Führung zur Pause, Imbongo Boele hatte in der 35. Minute das zweite Linzer Tor erzielt, war nicht unverdient. Die zweite Halbzeit war dann etwas nervöser als der erste Durchgang. Es dauerte lange, bis Lustenau wieder zu guten Torchancen kam, aber eine davon führte zum Erfolg: Nach einem Eckball traf Dwamena per Kopf zum 2:2 (82.). Er führt die Torschützenliste nun mit 17 Toren an – direkt vor dem Linzer René Gartler. Auch diesem gelang ein Doppelpack, denn nur zwei Minuten nach Lustenaus Ausgleich brachte Gartler Linz wieder in Führung. Das 3:2 war die Entscheidung, Lustenau konnte nicht mehr reagieren und kassierte sogar noch ein viertes Gegentor (Miesenböck/88.).

Besser als Lustenau machte es Bundesligist Altach: Der SCRA feierte im 16. Saisonspiel bereits seinen zehnten Sieg. Dass dieser mit dem Glück des Tüchtigen zustande kam, dürfte im Nachhinein niemanden mehr interessieren: Mit 33 Punkten befindet sich der SCRA weiterhin ganz vorne in der Tabelle und die Chance, die Saison unter den besten Fünf der Liga zu beenden, steigt von Spiel zu Spiel.

Beim Tabellenletzten aus Mattersburg ging Altach als haushoher Favorit ins Spiel. Die Favoritenrolle schien den SCRA aber nicht zu beflügeln, denn obwohl er das Spiel im Griff hatte, kam sehr selten Torgefahr auf. Das Altacher Führungstor entstand mit einem Freistoss, spricht aber auch für die Klasse der Vorarlberger: Dovedan traf in der 23. Minute aus 25 Metern zum 1:0. Danach entwickelte sich ein flaues Spiel, das Altach aber immer in der Hand behielt. Bis Ngamaleu kurz vor dem Seitenwechsel die gelb-rote Karte sah, was Altachs Matchplan durcheinander brachte.

Mattersburg witterte nun seine Chance und glich in der 67. Minute durch Templ zum 1:1 aus. Dem Tor ging eine sehr gute Chance der Burgenländer voraus, die der zuletzt ins Nationalteam berufene Lukse im Altacher Tor mustergültig zunichte machte. Nach dem Mattersburger Ausgleich schienen sich die beiden Teams mit der Punkteteilung zufrieden zu geben, ehe es doch nochmals spannend wurde. Mattersburgs Varga hatte den Matchball auf dem Fuss, scheiterte aber an Altach-Goalie Lukse. Kurz später gelang Altach das Siegestor: Ngwat-Mahop traf in der vierten Minute der Nachspielzeit per Kopf zum 2:1. Sowohl für das Spitzenteam aus Vorarlberg wie auch den Tabellenletzten bildete der Spielausgang und dessen Zustandekommen den Saisonverlauf perfekt ab. (rez)