Altachs Chancen minimal

Zwei Runden vor Saisonschluss sind Altachs Chancen auf den Wiederaufstieg in die Bundesliga auf ein Minimum geschrumpft: Bei Hartberg reichte es nur zu einem 1:1, während Innsbruck und Admira siegten.

Remo Zollinger
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Derzeit sieht es aus, als würde die Saison für Altach ein bitteres Ende nehmen: Noch vor zwei Runden grüssten die Rheindörfler von der Tabellenspitze, zwei Spiele und zwei unnötige Unentschieden später sieht die Welt wieder ganz anders aus: Die Stolperer über die ehemaligen Abstiegskandidaten Vienna und Hartberg kommen dem SCRA teuer zu stehen. 180 Minuten vor Saisonende steht Wacker Innsbruck mit 63 Punkten an der Tabellenspitze, zwei Punkte vor der Admira und drei Punkte vor Altach.

Unnötiges Remis

Da ist es schliesslich auch völlig unerheblich, dass Altach beim Spiel in Hartberg die bessere und aktivere Mannschaft war. Was in der Endabrechnung zählt, sind die Punkte – und mit einem Punkt aus einem solchen Spiel kommt man nicht vom Fleck. So gehörte die erste Spielhälfte klar dem Gast aus Vorarlberg. Seine Feldüberlegenheit konnte Altach allerdings erst in der 45.

Minute ausnützen: Scherrer bediente Tomi Correa, der dem Hartberger Goalie keine Chance mehr liess und zum 0:1 traf. Nach der Pause spielten die Gäste zu passiv, was auf dem Fuss bestraft wurde: In der 63. Minute traf Hartbergs Topskorer Bürger mit einem Freistoss zum 1:1. Altach war zu keiner Reaktion mehr fähig, verlor mit Vishajs Platzverweis vielmehr noch einen Spieler.

Zum ersten Sieg seit fünf Spielen kam Austria Lustenau: Dank Toren von Salkic und Rabihou besiegte sie die Austria Wien Amateure mit 2:1. Der Anschlusstreffer der Wiener kam zu spät, Dario Tadic traf erst drei Minuten vor Schluss. In einem typischen Kehrausspiel merkte man beiden Teams an, dass es um nichts mehr ging – es war nur wenig Hektik im Spiel, dabei, noch viel weniger war Rasse und Klasse vorhanden.

Der FC Lustenau unterlag St. Pölten gleich mit 0:3. Vor 1050 Zuschauern traf Gruberbauer in der zwölften Minute, kurz darauf schwächte sich der FCL mit einer roten Karte gegen Erbek selbst. In der zweiten Halbzeit erhöhten Wojtanowicz und Zellhofer auf 3:0 – der Sieg der Niederösterreicher geht auch in dieser Höhe in Ordnung, der FC Lustenau präsentierte sich in St. Pölten nicht auf der Höhe der Aufgabe.

Positives gibt es indes von der Liga zu vermelden: Der FC Lustenau erhielt die Spiellizenz für die kommende Saison in der zweiten Instanz.

Dornbirn blamiert sich

Der Abschied aus der Ersten Liga wird für Dornbirn zu einer bitteren Angelegenheit: Auf der einen Seite wurde dem FCD die Erstliga-Lizenz für die kommende Saison verweigert, auf der anderen zeigte Dornbirn gleich auch, weshalb sie diese auch gar nicht braucht: Gegen Admira Mödling gab es eine historische 1:8-Heimschlappe.

Die Gäste spielten mit den Vorarlbergern Katz und Maus, konnten schalten und walten wie sie wollten; Dornbirn kann sich bei Torhüter Breuss bedanken, dass es nicht zweistellig unterlag. Dornbirn bleiben nun noch zwei Spiele, um sich nach einer desaströsen Saison am Tabellenende wenigstens anständig aus der Liga zu verabschieden.