Altachs ärgerliche Punktverluste

Altach holt beim 2:2 bei Admira zwar einen Punkt, muss aber von verlorenen zwei Zählern sprechen. Austria Lustenau kommt zu einem wichtigen 1:0-Sieg.

Remo Zollinger
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VORARLBERGER FUSSBALL. Altach findet nicht zur Konstanz: Nach dem Sieg über Wiener Neustadt muss die Canadi-Elf wieder einen Rückschlag einstecken. Sie spielte beim (neuen) Tabellenvorletzten Admira Mödling 2:2 unentschieden, lag aber zweimal in Führung. Hauptdarsteller des Altacher Spiels war – im Guten wie im Schlechten – Stürmer Hannes Aigner.

Zwei Tore und Rot

Nicht wenige rümpften die Nase darüber, dass Hannes Aigner überhaupt in der Bundesliga Altachs Stammstürmer sein sollte. Es wurde moniert, dass der 34-Jährige zu alt sei, sich in der Bundesliga nie durchgesetzt habe. Dies ist durchaus nicht komplett falsch, mit seinen 34 Lenzen auf dem Buckel zeigt er nun aber nochmals, was in ihm steckt: In Mödling erzielte Aigner beide Altacher Tore, hat nunmehr zehn Saisontreffer auf seinem Konto. Er entwickelte sich aber auch zum tragischen Helden der Partie, weil er des Feldes verwiesen wurde.

Altach lag zweimal vorne

Die Partie begann zunächst so, wie man es von einem Duell zwischen einem Abstiegskandidaten und einem Aufsteiger erwartet: Voller Kampf, Krampf und Leidenschaft. Es war nicht wirklich schön anzusehen, flüssige Aktionen waren Mangelware – aber genau dies macht ein solches Spiel aus. Chancen gab es hüben wie drüben praktisch nicht, die Altacher Pausenführung – Aigner traf in der Nachspielzeit der ersten Hälfte – entstand aus einer der wenigen Angriffe überhaupt.

In Unterzahl Ausgleich kassiert

Die Führung war aber dafür zuständig, dass das Spiel nun lanciert war. Windbichler glich per Penalty aus (58.), ehe Aigner vier Minuten später zum 2:1 für Altach traf. Für die letzten 22 Minuten liess er sein Team aber im Stich: Er sah die gelb-rote Karte. Ouédraogo nutzte die numerische Überlegenheit zum 2:2; ein Spielstand, an dem sich nichts mehr änderte.

Austria bestätigt den Sieg

Austria Lustenau scheint in der Ersten Liga indes immer mehr den Tritt zu finden. Das Team von Lassaad Chabbi gewann nach dem spektakulären 3:2 gegen Kapfenberg auch in Floridsdorf (1:0) und grüsst nun vom sechsten Tabellenrang. Das Eis, auf dem sich Lustenau bewegt, ist aber dünn: Die Situation ist weiterhin eng, am Montag treffen die Grün-Weissen auf Wacker Innsbruck, einen direkten Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg und zuletzt dreimal in Folgen siegreich.

In Floridsdorf, einem Wiener Bezirk, biss Lustenau gegen einen hartnäckigen Gegner lange Zeit auf Granit. Es war ein zähes Spiel, arm an Torchancen und Emotionen. Das einzige Tor gelang dann Marcel Schreter, der in der 66. Minute das 1:0 für Lustenau erzielte. Es war ein goldenes Tor des Tirolers, kann die Austria doch zumindest ein wenig aufatmen.