Altacher Rückschlag, Lustenau jubelt

Nach dem Sieg über Mattersburg muss Altach bei der 0:2-Niederlage in Salzburg einen Rückschlag einstecken. Die Lustenauer Austria besiegte indes Liga-Favorit Lask dank eines Last-Minute-Tors mit 2:1.

Remo Zollinger
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VORARLBERGER FUSSBALL. Alle drei Tage ein Spiel: Obwohl der Sommer 2015 für den SCR Altach mit der Teilnahme am europäischen Geschäft ein Höhepunkt darstellt, so ist die Zeit doch auch sehr belastend. Umso wichtiger war Altachs Sieg am Mittwoch gegen Mattersburg – denn die darauf folgende Niederlage gegen Serienmeister Salzburg war absehbar. Mit 0:2 unterlagen die Altacher in Salzburg. Ein Resultat, das so in Ordnung geht: Die Heimmannschaft war deutlich besser, kam ohne grossen Aufwand zu drei Punkten.

Altach fehlte die Kraft

Während Altach in der letzten Saison gegen Red Bull noch sieben Punkte holte, so waren die Vorarlberger diesmal von einem Punktgewinn meilenweit entfernt, zu überlegen präsentierten sich die schwach in die Saison gestarteten Gäste. Und zu sehr fehlte Altach die Kraft, einen veritablen Coup zu landen. Die (unnötig) strenge zweite Halbzeit vom Mattersburg-Spiel forderte ihren Tribut.

Zwei Tore, zwei Lattenschüsse

Nur fünf Minuten dauerte es, da musste Lukse bereits hinter sich greifen: Minamino lancierte Damari ideal, und dieser traf mit einem Schuss ins lange Eck zum 1:0. Wiederum fünf Minuten später hätte Berisha beinahe nachgedoppelt, traf jedoch nur die Latte. Daraufhin zog sich Salzburg zurück, während Altach Mühe bekundete, ins Spiel zu finden. Der gefährlichste Mann war dabei Hofbauer, der zweimal für Unruhe sorgen konnte, aber nicht erfolgreich war.

Nach dem Seitenwechsel das gleiche (langweilige) Spiel: Salzburg kontrolliert, Altach rennt an. Und die Gastgeber trafen mit Atanga (85.) nochmals die Latte, ehe sie die Partie definitiv für sich entschieden: Keita liess bei einem Sololauf alle stehen und schob locker zum 2:0 ein.

Lustenau dank spätem Tor

Gegen den LASK war die Lustenauer Austria alles andere als Favorit, werden die Oberösterreicher doch als Kronfavoriten auf den Aufstieg in die Bundesliga gehandelt. Die Grün-Weissen zeigten sich aber angriffig und stellten die Linzer vor Probleme. Eines davon hiess Julian Wiessmeier: Der Deutsche erzielte beide Tore und sorgte dafür, dass Lustenau seine Punkte sieben bis neun einfuhr. Damit hat die Austria nur noch einen Punkt weniger als der Leader – doch ganze vier Teams haben zehn Punkte auf ihrem Konto. Das erste Tor fiel schon nach sechs Minuten, Wiessmeier verwertete dabei eine Hereingabe von Jailson zum 1:0. Doch die Gäste glichen aus: In der 13. Minute war es Fröschl, der das 1:1 erzielte. In der Folge war Lustenau die aktivere Mannschaft, die Linzer konnten sich vorne kaum durchsetzen.

So geht der Sieg in Ordnung – der entscheidende Treffer fiel aber erst eine Minute vor Schluss: Abermals legte Jailson quer auf Wiessmeier, der dazu noch von einem Abwehrfehler profitierte und das 2:1 erzielte.