Altach übersteht weitere Runde

Noch zwei Runden sind zu spielen und Altach steht noch immer auf einem Europacup-Platz – auch nach der 1:4-Schlappe gegen Ried.

Remo Zollinger
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FUSSBALL. Dass der SCR Altach nach 34 Runden 53 Punkte auf seinem Konto hat, wagten wohl nicht mal die kühnsten Optimisten zu träumen.

Hunger kommt mit dem Essen

Doch auch in Altach ist es so wie vielerorts: Der Hunger kommt mit dem Essen. Würde der SCR Altach bei dieser Ausgangslage den Europacup in den letzten zwei Meisterschaftsrunden noch verpassen, würde sich trotz einer hervorragenden Saison doch eine gewisse Enttäuschung breit machen – wenngleich die Freude über diese Saison und den problemlos erreichten Ligaerhalt noch immer überwiegen würde.

Durchhalten ist Altachs Devise

Zwei Runden vor Schluss hat Altach nun also einen einzigen Punkt Vorsprung auf Platz fünf und den Wolfsberger AC. Die Rheindörfler können in den nächsten (und letzten) beiden Spielen also nur noch eine Devise kennen: Sie müssen durchhalten.

Und womöglich noch ein letztes Mal in dieser Saison auf die Siegesstrasse einbiegen: Die nächsten Gegner sind mit Grödig und Wiener Neustadt durchaus machbar. Wobei man auch vor ihnen Respekt haben muss – insbesondere das stark abstiegsbedrohte Wiener Neustadt, das in dieser Runde just Altachs Konkurrenten WAC besiegt hat.

Schwächster Formstand 14/15

Dazu kommt, dass Altach trotz der Tabellenlage kaum als Favorit in die nächsten Spiele gehen wird. In den letzten vier Spielen hat die Canadi-Elf bloss einen mickrigen Zähler gesammelt – eine solche Durststrecke hatte Altach in dieser Saison noch nie.

Die Partie in Ried geht nicht als Ruhmesblatt in die Geschichte des SCRA ein. Bereits zur Pause stand es 3:0 für die Gastgeber – Ex-FCL-Stürmer Thomas Fröschl traf innert einer Viertelstunde gleich dreimal. Da hilft es Altach auch nicht, zu wissen, dass dem ersten Tor ein klares Handspiel des Stürmers zugrunde lag.

Altachs Auftritt passte sich dem Wetter an – es regnete in Ried in Strömen. Nach der Pause agierte Altach ein wenig stabiler und kam durch Prokopic (68.) auch zum Anschlusstreffer. Das 3:1 war aber nur ein kurzes Strohfeuer: Murg erhöhte zwei Minuten später gleich auf 4:1, womit die Messe gelesen war. Altach blieb zum vierten Mal in Folge auswärts sieglos.

Heimspielstärke zeigen

Am Pfingstsonntag kann die Canadi-Elf nun aber wieder ihr anderes Gesicht zeigen: In Heimspielen hat nur Salzburg einen einzigen Punkt mehr gesammelt als Altach.

Genau dies möchte der SCR Altach den SV Grödig spüren lassen.