Altach spielt europäisch

VORARLBERGER FUSSBALL. Dank des 2:0 gegen Grödig hat sich Altach erstmals für die Europa-League-Quali qualifiziert.

Remo Zollinger
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Ein Stück Vorarlberger Fussballgeschichte für die Altacher Fans. (Bild: Günther Böhler)

Ein Stück Vorarlberger Fussballgeschichte für die Altacher Fans. (Bild: Günther Böhler)

Am Ende war ein grosses Fest im Altacher Schnabelholz: Aufgrund des Einbaus einer Rasenheizung wurde ein Platzsturm gestattet, und die Fans konnten sich einen Rasenziegel sichern. Sie besitzen nun ein Stück Vorarlberger Fussballgeschichte, denn zuvor hatte sich Altach erstmals fürs europäische Geschäft qualifiziert. Der SCRA besiegte Grödig mit 2:0 und sicherte sich die Punkte 54 bis 56 – dies reicht für mindestens Rang 4, denn Wolfsberg hat mit 52 Zählern vier weniger als Altach.

Doppelschlag bringt Sieg

In der ersten Halbzeit war dem SCRA anzumerken, dass viel auf dem Spiel stand. Die beste Chance war bezeichnenderweise ein Freistoss, den Roth an die Latte knallte, doch auch Grödig hatte keine grösseren Möglichkeiten. Halbzeit eins endete torlos, ehe Altach dann doch das Heft in die Hand nahm. Es war Darko Bodul, der in der 55. Minute das Skore eröffnete und aus spitzem Winkel zum 1:0 traf. Vier Minuten später hiess es 2:0, diesmal traf Benedikt Zech mit einem satten Schuss nach Vorlage von Hannes Aigner. Es hatten zwar noch beide Mannschaften gute Möglichkeiten, weitere Tore fielen aber nicht. Es blieb beim 2:0 und die mehr als 6000 Zuschauer konnten sich den Feierlichkeiten zuwenden. Altach hat in dieser Saison ohne Zweifel Historisches geschafft.

Frohe Kunde gibt es auch aus Lustenau, wobei sich die Freude hier doch eher in Erleichterung äusserte: Grün-Weiss verlor nämlich gegen St. Pölten, ist aber trotzdem gerettet. Die Austria belegt den sechsten Rang und hat vier Punkte Vorsprung auf Horn und Hartberg auf den beiden Abstiegsplätzen. Entschieden ist die Abstiegsfrage jedoch noch nicht: Horn und Hartberg haben 38 Punkte, Innsbruck und Floridsdorf deren 40. Zu spielen ist nur noch eine Partie.

Austria Lustenau ist gerettet

Gegen St. Pölten konnte Austria die zuletzt guten Leistungen nicht bestätigen und verlor mit 0:2. Die Tore schossen Stec (22.) und Mosböck (76.). «Die Fans, die immer treu hinter der Mannschaft gestanden sind, hätten eine weit bessere Abschiedsveranstaltung verdient», kritisierte Präsident Hubert Nagel. «Das wichtigste Ziel, den Klassenerhalt, haben wir aber erreicht», blieb Trainer Lassaad Chabbi pragmatisch. 2014/15 war ein Schrecken mit gutem Ende für Lustenau.