Altach schlägt Salzburg

Trotz weniger Spielanteile setzt sich der SCR Altach gegen RB Salzburg mit 1:0 durch (0:0).

Remo Zollinger
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FUSSBALL. Zuletzt verloren die Rheindörfler dreimal in Folge. Nun ist Altach auf die Siegerstrasse zurückgekehrt: Der Vorarlberger Bundesligist besiegte ausgerechnet Leader Salzburg mit 1:0.

Sieg zur richtigen Zeit

Nach den Pleiten gegen Austria Wien, Sturm Graz und Aufsteiger Mattersburg war bei Altach eine kleine Krise auszumachen: Die Canadi-Elf wirkte teilweise rat- und ideenlos und fand auch nicht über den Kampf ins Spiel. Gegen den Branchenprimus aus Salzburg gelang dies wieder, was prompt mit drei Punkten belohnt wurde. Drei Zähler, die einen Befreiungsschlag darstellen: Altach ist zwar immer noch nur Achter, hat neu aber fünf Punkte Vorsprung auf Ried und sechs mehr als Schlusslicht Wolfsberg.

Altach verteidigt gut

Gegen Salzburg gelang es Altach, die Angriffsbemühungen der offensiv starken Gäste im Keim zu ersticken. So entwickelte sich eine mässige erste Halbzeit, in der Höhepunkte dünn gesät waren. Die erste wirkliche Chance hatte Soriano nach 32 Minuten, sein Volley nach Pass von Ulmer verfehlte das Ziel aber knapp. Es war die einzige richtige Möglichkeit in der ersten Hälfte, in der sich Altach auf die Verteidigung konzentrierte und offensiv keine Akzente setzen konnte.

Auch in der zweiten Halbzeit ging es so weiter: Es war ein Fehlpass-Festival, strukturierter Spielaufbau wurde vergeblich gesucht. Eine Einzelaktion brachte dann die Entscheidung: Altachs Martin Harrer setzte sich über rechts gegen zwei Salzburger durch und spielte den Ball in die Mitte, wo Roth den Ball zum 1:0 über die Linie drückte. Die Altacher hatten Glück, dass der Treffer nicht wegen Handspiel aberkannt wurde: Der Querpass sprang via Roth und RBS-Goalie Walke an die Hand des Altacher Stürmers. Das Vergehen war jedoch kaum zu erkennen, weshalb auch die Proteste von Salzburg eher gering ausfielen.

Vorsprung über die Zeit gerettet

Es war die Entscheidung, denn Salzburg gelang trotz guten Chancen in der Schlussphase kein Tor: SCRA-Goalie Andreas Lukse parierte die Schüsse von Reyna, Ulmer und Mukhtar, womit er sich neben Torschütze Felix Roth zum zweiten Altacher Matchwinner entwickelte.

Erwähnte Chancen sorgten dafür, dass die rund 5400 Zuschauer im Stadion während der Nachspielzeit noch einmal bangen mussten. Unter Anleitung des Stadionsprechers erhoben sich die Vorarlberger Fussballfans von ihren Rängen und klatschten ihre Rheindörfler während drei langen Minuten zum 1:0-Heimsieg gegen den Ligakrösus.

In den kommenden beiden Partien bietet sich dem SCR Altach nun die Gelegenheit, sich noch weiter vom Strich zu entfernen: Beim Gastspiel bei der Admira Wacker Mödling ist Altach nicht Aussenseiter, daraufhin empfängt der SCRA den Wolfsberger AC.