Altach kann heute aufsteigen

Der SCR Altach kommt dem Aufstieg in die Bundesliga immer näher: Nach dem 3:0 über Hartberg braucht die Canadi-Elf dafür noch zwei Punkte.

Remo Zollinger
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VORARLBERGER FUSSBALL. Dass es mit dem Aufstieg am Freitag nicht klappte, ist Schuld des 3:2-Sieges Lustenaus in Kapfenberg.

In Altach war alles angerichtet für die grosse Meister- und Aufstiegsfeier: Die Rheindörfler hatten Hartberg problemlos mit 3:0 besiegt und schauten gebannt auf das Topspiel der Runde, wo Kapfenberg die Austria Lustenau empfing. Das Spiel stand 1:1, dann 2:2, ehe Stückler sieben Minuten vor Schluss nochmals traf und damit die Altacher Party vertagte.

Heute den Aufstieg fixieren

Durch den Sieg in Kapfenberg hat Lustenau nämlich weiter theoretische Chancen auf den Aufstieg: Die Grün-Weissen liegen fünf Runden vor Schluss 14 Punkte hinter Altach auf dem zweiten Rang. Dass dieses Wunder noch geschieht, ist zwar auszuschliessen – aber auch rechnerisch steht Altachs Aufstieg nichts mehr im Weg: Fixieren können sie ihn nun bereits heute Montag mit einem Sieg in St. Pölten.

Souveräner Altacher Sieg

Gegen Hartberg trat Altach genau so auf, wie man dies von einem Aufstiegsaspiranten erwartet. Die Canadi-Elf nahm von Beginn weg das Heft in die Hand und gewährte den Gästen kaum Möglichkeiten. Das 1:0 fiel erst in der 36. Minute, war dafür aber ein spezielles Tor: Andreas Lienhart traf mit einem Freistoss, den er von der Nähe der Eckfahne direkt versorgte. Hartberg hatte indes nicht viel zu melden, Altach spielte überlegen. Die Entscheidung fiel dann elf Minuten nach der Pause, als Benedikt Zech mit einer abgerissenen Flanke auf 2:0 erhöhte. Den Schlusspunkt und damit den Auftakt zur Zitterpartie nach der Partie setzte Martin Harrer mit dem 3:0 in der 89. Minute.

Austria vertagt Party

Eine Viertelstunde nach dem Spielende in Altach begann das Duell zwischen Kapfenberg und Lustenau. Altach hoffte auf einen Ausrutscher der Vorarlberger, die aber stark auftraten und nach 19 Minuten durch Schreter in Führung gingen. Das nächste Tor entsprach dann mehr dem Altacher Gusto: Sencar glich zum 1:1 aus, worauf Kapfenberg das Spieldiktat übernahm. Das 2:1 kurz nach der Pause war demnach keine Überraschung, wie es zustande kam aber schon: Austria-Goalie Knett liess sich dabei von einem harmlosen Weitschuss Grgics düpieren, wobei der Deutsche keine gute Figur abgab.

Dies liess sich wiederum die Austria nicht gefallen, und eine Viertelstunde vor Schluss fiel abermals der Ausgleich: Der junge Pius Grabher profitierte von einer Goalie-Unsicherheit und traf zum 2:2. Bei diesem Spielstand hätte die Altacher Aufstiegsparty beginnen können – diesen Gefallen machten ihnen die Lustenauer aber nicht. In der 83. Minute traf Stückler zum entscheidenden 3:2, das Altach weiterhin auf den definitiven Aufstieg warten lässt.