Altach bleibt Tabellenzweiter

Vorarlberger Fussball Altach besiegte Mattersburg mit 2:1 und bleibt auf Rang zwei. Beim SCRA spielte Gabriel Lüchinger.

Remo Zollinger
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23-jährig ist Gabriel Lüchinger mittlerweile. Nach seinem Début beim FC St. Gallen – 2012 spielte er zehn Minuten lang in der Challenge League gegen Biel – ist es ruhig geworden um den Oberrheintaler Mittelfeldspieler. Auf diese Saison hin ist Gabriel Lüchinger zum SCR Altach gewechselt, allerdings in die zweite Mannschaft, die in der Regionalliga (die dritthöchste Liga) spielt. Dort lief es dem früheren Junior des FC Montlingen mit drei Toren und einigen Assists in sieben Spielen aber so gut, dass er für das Heimspiel gegen Mattersburg ins Bundesliga-Kader befördert wurde.

Im Spiel der siebten Runde gab Lüchinger sein Début in einer höchsten nationalen Liga. In der 68. Minute wurde er beim Stand von 0:0 für Boris Prokopic eingewechselt.

Ein 20-Jähriger macht beide Altacher Tore

Während Lüchinger ein anständiges Spiel zeigte, war es ein anderer junger Einwechselspieler, der es entschied: Nikola Zivotic, 20-jährig und im Sommer von Austria Wien zu Altach gestossen, erzielte beide Tore. Das erste machte er in der 77. Minute. Nach einer Flanke von Aussenverteidiger Andreas Lienhart stand er goldrichtig und köpfte zum 1:0 ein. Zivotic' zweiter Treffer sieben Minuten später wurde von Shooting-Star Dimitri Oberlin vorbereitet, er hatte zuvor die Abwehr der Gäste aus dem Burgenland schwindlig gedribbelt. Oberlin selbst blieb diesmal ohne Tor, trotzdem wird ihm eine gute Leistung attestiert.

Nach Altachs 2:0 wurde es nochmals hektisch: Lucas Galvao beging im Strafraum ein Foul und wurde nach der zweiten gelben Karte des Feldes verwiesen. Mattersburgs Perlak liess sich diese Chance nicht nehmen, er verkürzte auf 2:1. Das Tor fiel allerdings in der 94. Minute, weshalb es zu spät war für eine Mattersburger Aufholjagd.

So fand der SCR Altach nach einem Zwischentief mit zwei Niederlagen in Folge auf die Siegerstrasse zurück. Die Canadi-Elf hat nun nach sieben Spielen schon 15 Punkte auf ihrem Konto; eine Bilanz, mit der nicht viele gerechnet hätten. Altach zeigt aber in jedem Spiel, mit welchen Tugenden der einzige Vorarlberger Bundesligist zu Punkten kommt: Kampf, Teamgeist, Solidarität.

Auch dem zweiten Vorarlberger Profi-Verein läuft es derzeit gut. Die Austria Lustenau gewann bei Wiener Neustadt mit 4:1 und hat in den ersten acht Saisonspielen 15 Punkte geholt.

Raphael Dwamena mit seinem fünften Saisontor

Auch Lustenau hat seinen Oberlin: Raphael Dwamena, 20-jähriger Ghanaer, ist im Sommer wie der junge Schweizer von Red Bull Salzburg nach Vorarlberg gekommen. Dort hat er sich längst etabliert und den nach St. Gallen abgewanderten Topskorer Seifedin Chabbi vergessen gemacht.

In Wiener Neustadt gelang Raphael Dwamena bereits sein fünftes Saisontor. Mit einem Linksschuss erzielte er in der 76. Minute das 4:1, was gleichzeitig den Endstand bedeutete. Zuvor war Lustenau nicht so krass überlegen, wie es das Resultat vermuten lässt: Die erste Halbzeit ging nach Toren von Sittsam (1:0/12.) und Durmus (1:1/36.) unentschieden aus. Danach entschied Lustenau das Spiel mit einem Doppelschlag für sich; Grabher und Souza trafen kurz nach der Pause.