Als Leader in die nächste Runde

HC Rheintal I führt vor dem Saisonende im März die Tabelle in der 3. Liga an. Dementsprechend zufrieden ist Trainer Stefan Thür. Weniger gut läuft es bei den Damen. Ihr Trainer Martin Lüchinger glaubt aber, das Saisonziel erreichen zu können.

Kurt Latzer
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Stefan Thür (links) ist bisher mit der Saison zufrieden, Martin Lüchinger wünschte sich ein stärkeres Kader. (Bilder: Archiv Yves Solenthaler)

Stefan Thür (links) ist bisher mit der Saison zufrieden, Martin Lüchinger wünschte sich ein stärkeres Kader. (Bilder: Archiv Yves Solenthaler)

Morgen Samstag steigt in der Heimrunde in Heerbrugg um 19.30 Uhr die nächste Partie gegen Bruggen; am 8. März geht das letzte Spiel über die Bühne; der HC Rheintal I führt die 3. Liga an. Wie zufrieden sind Sie mit der bisherigen Leistung des Teams?

Stefan Thür: Grundsätzlich sind wir zufrieden, da wir wie vor der Saison angekündigt haben, vorne mitspielen. Natürlich kann es immer besser sein. So verloren wir schliesslich das Auftaktspiel gegen den TV Teufen I ,den Aufsteiger. Dies hat gezeigt, wie ausgeglichen die Liga ist.

Abgesehen von den Hallen: Was waren die grössten Schwierigkeiten, mit denen Sie in den letzten Spielen zu kämpfen hatten?

Thür: Vor allem haben wir immer mit uns selber zu kämpfen. Wir passen uns dem Gegner manchmal zu sehr an, anstatt ihm unser Spiel aufzudrücken. Aber man spielt halt immer nur so gut, wie es der Gegner zulässt.

Vor dem nächsten Spiel von morgen gegen Bruggen II führt der HCR I die Tabelle mit einem Punkt Vorsprung auf Goldach-Rorschach an. Bruggen, der nächste Gegner, liegt auf Rang sechs. Welche Erwartungen haben Sie an dieses Spiel?

Thür: Wie gesagt, unsere Liga ist sehr ausgeglichen. Da kann viel passieren. Schliesslich hat Bruggen zuletzt nur mit einem Tor Unterschied gegen Arbon verloren. Da geht's ziemlich knapp zu und her. Trotzdem sind wir der Favorit und nehmen diese Rolle gerne an. Wichtig ist, dass wir endlich wieder zu Hause in der OMR-Halle spielen und auf unser super Publikum zählen können. Wir wollen natürlich morgen gewinnen.

Im zweitletzten Spiel trifft der HCR I auf den Tabellenfünften Herisau I und in der letzten Begegnung auf Arbon II, das momentan den dritten Platz der Rangliste belegt. Wie gut stehen Ihrer Meinung nach die Chancen, dass der HCR I nach der letzten Partie an der Tabellenspitze zu finden ist?

Thür: Wir haben es selber in der Hand. Das ist schon einmal sehr positiv. Wenn wir gesund bleiben und konsequent so weiterarbeiten, dann ist es gut möglich. Wir dürfen aber auf keinen Fall die Konzentration verlieren und müssen voll fokussiert in die nächsten Partien einsteigen und es Schritt für Schritt angehen.

Macht man sich schon jetzt Gedanken über einen Aufstieg oder ist das kein Thema?

Thür: Wir haben noch fünf schwere Partien vor uns und schauen erst am Schluss auf die Tabelle. Der Aufstieg ist erst dann ein Thema, wenn man es in die Aufstiegsspiele schafft. Dann sehen wir weiter.

Was war bisher die höchste Liga, in der die HC-Rheintal-Herren gespielt haben?

Thür: Die 2. Liga war bisher die höchste.

Wäre das Team aus heutiger Sicht fit für das Spiel in der nächsthöheren Liga?

Thür: Wenn die Mannschaft gesund bleibt, so zusammenbleibt und sich die Trainingsbedingungen verbessern, dann wären wir durchaus für diesen Schritt bereit. Aber wie gesagt, wir sind jetzt voll auf das nächste Spiel fokussiert und machen einen Schritt nach dem anderen.

Bei den 3.-Liga-Frauen sieht es ja nicht ganz so rosig aus wie bei den Männern. Derzeit liegen sie auf dem 5. Tabellenplatz und es stehen noch Spiele gegen den Tabellenzweiten Flawil und den -vierten Goldach-Rorschach III sowie Amriswil an. Wie zufrieden sind Sie mit der bisherigen Saison?

Martin Lüchinger: Das Ziel war ein Rang in der vorderen Tabellenhälfte. Das ist noch immer aus eigener Kraft erreichbar. Mit einer Ausnahme konnten die Spiele gegen Teams, die in Reichweite liegen, gewonnen werden. Auch gegen die Topteams konnten wir lange mithalten. Aufgrund des dünnen Kaders gab's dann aber teils Leistungseinbrüche, die am Ende in Niederlagen mündeten.

Wo lagen die Probleme beim Fanionteam der Frauen?

Lüchinger: Nach Abgängen/Rücktritten mehrerer Teamstützen musste sich die Mannschaft wieder neu finden. Positionen mussten neu besetzt werden, spielerische Abläufe wurden neu einstudiert und deren Ausführung geübt, Juniorinnen wurden eingebaut – das waren die nicht immer einfachen Herausforderungen fürs Team. Es war allen Beteiligten von Anfang an bewusst, dass diese Saison nicht zuvorderst mitgespielt werden kann. Aufgrund dieser gegebenen Voraussetzungen kann die Saison resultatmässig bereits Anfang Februar als durchaus positiv gewertet werden.

Morgen treten die HCR-Damen auswärts gegen Flawil an, in der Tabelle haben die Rheintalerinnen elf, der derzeitige Leader 18 Punkte. Was müsste da Ihrer Meinung nach am Ende noch drin- liegen?

Lüchinger: Zwei Punkte sind realistisch, alles andere nehmen wir als gern gesehenen Bonus.

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