Als Fan enttäuscht

Betreff: «Beim Fischen fluche ich nicht» , Ausgabe vom 3. April

Renato Werndli, Jakob-Oesch-Strasse 1, Eichberg
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Als Fan von Simon Enzler und gleichzeitig Engagierter für Tierrechte ist es natürlich sehr frustrierend, wenn das Idol in der Zeitung verkündet, dass es ausgerechnet «Fischen» als neues Hobby hat. Wie ist es nur möglich, dass solch ein differenzierter Mensch eine Freizeitbeschäftigung auswählt, die mit Leid und Töten verbunden ist. Klar mag das Fischen tierrechtlich gesehen ein kleineres Übel sein als die Nutztier- und die Versuchstierproblematik. Aber hier geht es darum, dass man nur zum Spass Tiere durchaus schmerzhaft fängt und dann tötet. Zudem ist es besonders stossend, wenn Enzler verkündet, dass er nur selbstgefangene Fische isst. Als Anfänger selber unbedarft fangen, vom Haken befreien und töten bedeutet wohl noch mehr Leid für die Fische. Zudem: wenn ein Prominenter ein solch tierbelastendes Hobby verkündet, dann kommt es daher, als ob das ethisch rechtens wäre. Nachahmer haben damit weniger Skrupel, es ihrem Idol gleichzutun. Wir müssen endlich davon wegkommen, dass wir mit fühlenden Lebewesen einfach machen können, was wir wollen. Vor allem als Freizeitbeschäftigung sollten wir Tiere nicht auch noch missbrauchen.

Renato Werndli, Jakob-Oesch-Strasse 1, Eichberg