Alles im Lot beim SC Rheintal

An der 51. Hauptversammlung des SC Rheintal im ri.nova Impulszentrum nahmen die Mitglieder Kenntnis von einer tollen Nachwuchsarbeit, gesunden Finanzen und sportlich guten Aussichten.

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EISHOCKEY. Präsident Hansjörg Laumann begrüsste die SCR-Familie zur 51. Hauptversammlung und als besonderer Gast den Vereinspräsidenten des HC Davos, Andrea Trepp. Dieser überbrachte die Grüsse des Schweizer Meisters und dankte für die gute Zusammenarbeit mit dem SC Rheintal. Auch ein Grossclub wie der HCD kann sein Kader nicht aus den eigenen Reihen rekrutieren. Er ist darauf angewiesen, das kleinere Vereine Kinder und Jugendliche für diesen schönen Sport begeistern, Talente fördern und für höhere Aufgaben vorbereiten. Der HCD bietet ihnen Aus-, und Weiterbildungsmöglichkeiten und betreut die angehenden Spitzensportler auf ihrem Weg nach oben, oder vielleicht gut ausgebildet, zum Stammverein zurück. Zurzeit sind ein Dutzend Spieler aus dem SCR-Nachwuchs von der 1. Liga bis zum HCD und SC Bern in der höchsten Liga im Einsatz.

Interessante Jahresberichte

Andy Plüss schaute noch einmal auf die vielfältigen Aktivitäten im vergangenen Jahr zurück: Jubiläumsanlass mit Spiel gegen Arosa im Retrodress, Swiss Ice Hockey Day mit Promispiel, Eisdisco und Kantonalcup mit Verlosung waren beste Werbung für den Verein und hinterliessen einen nachhaltigen Eindruck, nicht zuletzt auch in der Vereinskasse.

Im sportlichen Bereich konnten die Minimalziele, attraktive Meisterschaft und zweite Playoff-Runde, mit der ersten Mannschaft erreicht werden. Nach vier hochspannenden Spielen gegen Luzern, dreimal Verlängerung, war Prättigau dann aber zu stark und Endstation. Das Team II musste trotz guter Leistungen wegen regeltechnischer Unklarheiten in die 4. Liga absteigen.

Gute Nachwuchsarbeit

Raphael Coray zeigte den langen Weg vom Schnuppertraining, Hockeyschule, über die verschiedenen Stufen bis zu den Junioren auf. Auch hier ist ein sinnvoller Spielbetrieb nur dank der Zusammenarbeit mit Dornbirn und zum Teil Lustenau und Feldkirch möglich. Mit grösserem Kader können die jungen Spieler in leistungsgerechten Klassen spielen, gefördert und gefordert werden und auch ihre Erfolgserlebnisse feiern. Nur mit eigenen Spielern wären Unter- oder Überforderung vorgegeben und die Spielfreude wäre von kurzer Dauer – die Ausbildung nicht nachhaltig. Dafür braucht es aber auch verständnisvolle Eltern, die einen gewissen Mehraufwand auf sich nehmen; dafür gebührt ihnen der aufrichtige Dank der Vereine. Dass diese Ausbildung Früchte trägt, zeigt nicht nur das Interesse anderer Clubs am Nachwuchs, sondern auch die mit grösstem Aufwand erreichten Auszeichnungen von Prix Benevol für Freiwilligenarbeit und dem Erfassungs-Label des Schweizerischen Eishockeyverbandes, die der SC Rheintal mit Stolz entgegennehmen durfte.

Gesunde Finanzen

Gesunde Finanzen sind das erklärte Ziel des Vorstandes mit Geschäftsführer Andy Plüss. Er versteht es hervorragend, das grosse Budget immer wieder ins Lot zu bringen und meint: «Jeder Sponsor ist willkommen, auch wenn wir lieber breit abgestützt mit vielen arbeiten wären, als sich in die Abhängigkeit weniger Grosssponsoren zu begeben. Hier ein spezieller Dank an den Club 86 für die stets grosszügige Unterstützung.» Die Jahresrechnung schliesst mit einem Gewinn von 9350 Franken ab; der Verein ist schuldenfrei und verfügt über die nötigen Reserven für eine gesunde Zukunft. Das Budget bleibt im gleichen Rahmen, ist ausgeglichen, ermöglicht gezielte Nachwuchsförderung, attraktiven Sport der Aktivteams – aber ohne unrealistische Höhenflüge. Nach 90 Minuten wurde eine interessante, aufschlussreiche HV ohne weitere Wortmeldungen geschlossen. Die SCR-Familie kann sich auf eine spannende, aber auch arbeitsintensive neue Saison freuen. (schm)