Alles bleibt beim Alten

Am Spieltag der Spitzenteams fallen die Ergebnisse gleich aus wie in der Vorrunde: Widnau besiegt Diepoldsau und unterliegt Wigoltingen. Der SVD schlägt die Thurgauer.

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Juliano Fontoura (links) und Jan Meier von Widnau präsentierten sich in starker Form. (Bild: Emmy Kohler)

Juliano Fontoura (links) und Jan Meier von Widnau präsentierten sich in starker Form. (Bild: Emmy Kohler)

Damit stehen nach Abschluss der Qualifikation die NLA-Halbfinals fest. Als Sieger der Vorrunde trifft Wigoltingen auf das viertplatzierte Elgg-Ettenhausen. Im zweiten Halbfinal duellieren sich einmal mehr Widnau und Diepoldsau.

Ins letzte Quali-Derby gegen die Rheininsler startete Widnau sehr stark. Das Heimteam hatte den gegnerischen Service im Griff und konnte dadurch seine Angreifer Fontoura und Meier in optimale Abschlusspositionen bringen. Mit 11:6 resultierte ein relativ klarer Satzgewinn.

Mit dem Wind im Rücken schlichen sich Fehler ein

Nach dem Seitenwechsel auf der vermeintlich bevorteilenden Seite (Rückenwind) zeigte die Defensive der Widnauer Schwierigkeiten mit halblangen Bällen. Deshalb rückte die Abwehr ins Feld und zwang den Gegner zu langen Bällen. Widnau konnte aber den leichten Punkterückstand nicht mehr aufholen und unterlag mit 8:11.

Erst auf der Gegenwind-Platzhälfte funktionierte der Widnauer Spielaufbau wieder reibungslos. Zwar steigerten sich die Rhein­insler, aber Widnau liess nicht locker und setzte sich 11:9 durch.

Die Reaktion der Rheininlser kam aber, als sie mit dem Rücken zur Wand standen. Diepoldsau dominierte den vierten Durchgang, siegte 11:6 und zwang Widnau damit einmal mehr in den Entscheidungssatz.

Der fünfte Durchgang blieb bis am Schluss offen. Erst im entscheidenden Moment gelang es den Widnauern, sich leicht abzusetzen und mit 11:9 die wichtigen zwei Punkte zu sichern.

Nachdem Diepoldsau im zweiten Spiel gegen Wigoltingen gewann, war die Ausgangslage für die Widnauer im entscheidenden letzten Spiel aussichtsreich: Mit einem Sieg hätten die Rheintaler zum Quali-Abschluss an den beiden Spitzenteams in der Tabelle vorbeiziehen können und wären als Qualisieger in den vermeintlich einfacheren Halbfinal gegen Elgg-Ettenhausen eingezogen. Der Start ins Spiel gegen die Thurgauer verlief optimal. Beim Stand von 9:9 gelang eine Zwei-Punkte-Serie zum Satzgewinn.

Chance zum Qualisieg nicht genutzt

In der Folge steigerte sich der Schweizer Meister aber vor allem in der Defensive und zeigte kaum noch Schwächen. Widnau konnte nach dem kräfteraubenden Spiel gegen den Derby-Rivalen dagegen nicht mehr zusetzen. Auch diverse Spielerwechsel zeigten nicht die gewünschte Wirkung. Entsprechend deutlich unterlag Widnau in den folgenden drei Sätzen und gab das Spiel etwas unglücklich aus der Hand.

Nichtsdestotrotz dürfen die Rheintaler mit der Qualifikationsphase zufrieden sein. Am Final-4-Turnier in Kölliken AG ist ihnen am nächsten Wochenende einiges zuzutrauen.

Zuerst spielt Widnau aber heute Dienstag, 4. September, um 19.30 Uhr auf der heimischen Luegwies im Cup-Halbfinal ge­gen Elgg-Ettenhausen. Widnau muss auf Yanick Linder verzichten, dagegen steht den Rheintalern Routinier Kurt Sieber zur Verfügung, der neulich im Europacup eine Sternstunde erlebt hatte. (kom)

Widnau: Mario Kohler, Domenic Fehle, Yanick Linder, Jan Meier, Juliano Fontoura, Gian Kunz, Marco Bognar, Remo Pinchera (Spielertrainer).