Alle Goalies verletzt – dem HCR droht Forfaitniederlage

HANDBALL. Am Samstag hätten die Männer des HC Rheintal auswärts gegen Goldach-Rorschach spielen sollen. Das Spiel fand nicht statt und wird vorläufig mit 10:0-Forfait für die See-Equipe gewertet. Die Entscheidung, ob es doch noch ein Wiederholungsspiel gibt, liegt beim Regionalverband (HRV Ost).

Yves Solenthaler
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HANDBALL. Am Samstag hätten die Männer des HC Rheintal auswärts gegen Goldach-Rorschach spielen sollen. Das Spiel fand nicht statt und wird vorläufig mit 10:0-Forfait für die See-Equipe gewertet. Die Entscheidung, ob es doch noch ein Wiederholungsspiel gibt, liegt beim Regionalverband (HRV Ost). Goldach-Rorschach wäre damit einverstanden.

Trotz «grosser Anstrengungen zur Lösungsfindung», schrieb der HC Rheintal am Samstagvormittag dem HRV Ost, «müssen wir leider das heutige Meisterschaftsspiel absagen.» Grund dafür ist die Tatsache, dass die Rheintaler Handballer im Moment keinen einsatzfähigen Torhüter haben.

Zwei Verletzungen letzte Woche

Drei etatmässige Torhüter stehen dem Zweitligisten zur Verfügung. Einer, Dominic Frohmann, ist zurzeit in China auf Montage. Und letzte Woche im Training schlug die Verletzungs-Hexe gnadenlos zu: Am Dienstag erwischte es Martin Horg, bei dem eine beim Snowboarden erlittene Verletzung wieder aufbrach. Und im Abschlusstraining vom Freitag zog sich Andrea Hänggi einen Bänderriss am Fuss zu. Was umso schwerer wiegt, als auch die zwei Goalies des Reserveteams zurzeit ausfallen: Einer ist ebenfalls verletzt, der andere beruflich abwesend. Einen Feldspieler ins Tor zu stellen, ist im Handball keine echte Alternative: «Da wäre ein 0:10 noch das kleinere Übel», sagt Präsident Marc Schwarber. Und die älteste Juniorenmannschaft spielt in der U15.

Grundsätzlich wäre es kein Problem, einen Match abzusagen – aber dies muss spätestens 72 Stunden (drei Tage) vor dem betreffenden Spiel geschehen. Weil sich Hänggi erst am Abend vor dem Match in Rorschach verletzt hat, war es den Rheintalern aber nicht möglich, diese Frist einzuhalten.

Eine Forfaitniederlage ist die mögliche Folge – aber es ist nicht unmöglich, dass der HRV Ost in diesem speziellen Fall Gnade vor Recht walten lässt. «Wenn wir zu wenig Spieler gehabt hätten, wäre die Forfaitniederlage unbestritten», sagt Schwarber, «aber dass alle Torhüter ausfallen, ist aus meiner Sicht eine andere Situation.»

Wie geht die Saison weiter?

Ob Forfaitniederlage oder Wiederholungsspiel – in den kommenden Spielen braucht der HC Rheintal einen Torhüter. So steht am kommenden Samstag um 17.30 Uhr das Heimspiel gegen Bruggen an: Der HCR muss dieses Match am Mittwochvormittag allerdings nicht absagen, denn einer der Goalies von Team II steht nun zur Verfügung. Der HCR I steckt aber im Abstiegskampf: «Wenn unsere Stammgoalies nicht fit werden, wird der Klassenerhalt sehr schwierig bis nahezu unmöglich», sagt Marc Schwarber.

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