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Alle bis am Schluss dabei

Am Rheintal-Oberländischen Schwingfest in Grabs schnitt die Jugendriege des SK Mittelrheintal unterschiedlich ab. Für Vizepräsident Remo Meier überwiegt das Positive: «Jeder gewann mindestens einen Gang.» Der Beste war Dean Burch mit drei Siegen.
Yves Solenthaler
Dean Burch übersprang in Grabs drei Hürden.Dean Burch übersprang in Grabs drei Hürden.
Janosch Kobler (Sennenhemd) ist die derzeit grösste Hoffnung des SK Mittelrheintal. (Bild: Bilder: Yves Solenthaler)Janosch Kobler (Sennenhemd) ist die derzeit grösste Hoffnung des SK Mittelrheintal. (Bild: Bilder: Yves Solenthaler)
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Alle bis am Schluss dabei

Als Anfang 2018 Beda Coray zurückgetreten war, stand der Schwingklub aus Montlingen plötzlich ohne Kranzschwinger da. «Daran, dass uns derzeit Schwinger zwischen 20 und 30 Jahren fehlen, wird sich nicht so schnell etwas ändern», sagt Remo Meier, früher selbst ein Kranzschwinger, «wichtig ist, dass unsere jungen Schwinger Fortschritte machen und dass wir wieder möglichst viele ausbilden.»

Diese Aufgabe fällt in Meiers Zuständigkeit: Er ist beim SKM Technischer Leiter der Jungschwinger.

Kobler schöpft Potenzial nicht aus, Burch überzeugt

Mit dem Auftritt der neun Rheintaler Schwinger – Fabian Ulmann musste wegen einer Knieverletzung Forfait geben – ist er «im Grossen und Ganzen zufrieden». Von einem hätte Meier allerdings etwas mehr erwartet. Janosch Kob­ler, Jahrgang 2000, hatte eine starke letzte Saison, in der er einige Böse aufs Kreuz legen konnte. Allerdings fällt es dem körperlich starken Oberrieter noch schwer, kleinere und defensiv kämpfende Schwinger zu besiegen. So auch in Grabs, wo sein Notenblatt nur zwei Siege, aber drei Gestellte ausweist.

Gemäss Meier hat Kobler das Zeug, um schon dieses Jahr seinen ersten Kranz zu gewinnen – vielleicht am Kantonalen in Widnau vom 26. Mai?

Dort hat der um ein Jahr jüngere Dean Burch ein Heimspiel. Der schmächtige Widnauer war in Grabs der Erfolgreichste seines Vereins: Er gewann drei seiner ersten vier Kämpfe, konnte danach aber nicht mehr reüssieren. Aber er lag nach vier Kämpfen weit vorne in der Rangliste: «So etwas gibt einem jungen Schwinger Bestätigung, dass er Fortschritte macht. Er sieht, dass das viele Training etwas nützt.»

Burch zeigte sein kämpferisches Talent, für den nächsten Schritt muss er körperlich noch zulegen.

Alle drei Debütanten gewannen zwei Gänge

Für drei SKM-Schwinger, die in diesem Jahr ihren 16. Geburtstag feiern, stellte das Rheintalisch-Oberländische die Premiere bei den Aktiven dar: Gian Schmid, Maurice Hangartner (beide Lüchingen) und Marc Fallegger (Oberriet) konnten je zwei Gänge für sich entscheiden.

Somit übertrafen sie die Erwartungen gar, den von Frischlingen wird jeweils erwartet, dass sie den Ausstich erreichen, also nicht nach vier von sechs Kämpfen die Koffer packen müssen. Dazu reicht normalerweise ein Sieg. Und einen solchen konnte am Sonntag jeder Schwinger des SK Mittelrheintal verbuchen.

Auch die weiteren Schwinger der Mittelrheintaler Jugendrie­- ge – keiner ist älter als Jahrgang 1999 – mussten das Fest nicht vorzeitig verlassen. Daniel Schegg aus Oberriet beendete es gar punktgleich mit dem stärker eingeschätzten Janosch Kobler, er brachte es ebenfalls auf zwei Siege. Die restlichen Rheintaler waren Sämi und Michael Roth aus Oberriet sowie Cedric Keller aus Altstätten. Ihnen gelang in den sechs Gängen jeweils ein Sieg.

Die Bilanz des SK Mittelrheintal ist leicht besser als vor einem Jahr am Verbandsschwingfest in Thal. Dass die Fortschritte resultatmässig klein sind, lag gemäss Meier auch am starken Teilnehmerfeld in Grabs (neun Eidgenossen).

Ganz stark schwang lange Kjetil Fausch, der als Einzelkämpfer zum SK Wartau gehört, aber regelmässig in Montlingen trainiert (seit einiger Zeit auch in Mels, wo er einige Eidgenossen als Sparringpartner hat). Er belegte nach drei Gängen den zweiten Platz und bekam dann den späteren Sieger Samuel Giger als Gegner zugeteilt. Dass er dem Thurgauer unterlag, musste eingepreist werden. Dass er in den letzten zwei Gängen aber noch auf den zwölften Platz zurückfiel, hatte nach eigener Aussage damit zu tun, dass er «mehr mit dem Kopf hätte schwingen sollen».

Verbandsschwingfest 2020 wieder in Oberriet

Relativ weit vorne klassierten sich drei Wolfhäldler: Markus Schläpfer auf Rang 5b, Naim Fejzaj sowie Matthias Schläpfer auf dem geteilten neunten Rang.

Das Fest lockte bei prächtigem Wetter 3700 Zuschauer an. Nächstes Jahr findet das Rheintal-Oberländische wie 2015 in Oberriet statt – organisiert vom Ringerclub Oberriet-Grabs.

Einer wie Pellet

Der bald 19-jährige Eichberger Jaime Marty (weiss) schwingt für den SK Appenzell. Er ist eher klein, kompensiert dies aber mit einem angriffigen Stil. Marty erinnert ein bisschen an den früheren Publikumsliebling Hanspeter Pellet; der Freiburger ist auch sein Vorbild. In Grabs lief es Marty mit je zwei Siegen, Gestellten und Niederlagen nicht optimal. Sein bisher grösster Erfolg ist der Kranzgewinn am Appenzeller Kantonalen 2018, an dem er den Schlussgang erreichte. (ys)

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