Alfred Dorfer wirft im «Madlen» einen Blick zurück

Heerbrugg Am Mittwoch, 28. September, um 20 Uhr tritt Kabarettist Alfred Dorfer im Kinotheater Madlen auf. Der Titel seines Programms lässt es schon anklingen: In «bisjetzt» blickt Dorfer zurück nicht nur auf die eigene Biographie, nach dem Motto «Meine besten Jahre», das wäre nicht abendfüllend.

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Heerbrugg Am Mittwoch, 28. September, um 20 Uhr tritt Kabarettist Alfred Dorfer im Kinotheater Madlen auf. Der Titel seines Programms lässt es schon anklingen: In «bisjetzt» blickt Dorfer zurück nicht nur auf die eigene Biographie, nach dem Motto «Meine besten Jahre», das wäre nicht abendfüllend. Die Perspektive setzt weiter oben an. Zeitgeschichte passiert Revue, Vergessenes, Verdrängtes, Erinnerliches, Neues. Alfred Dorfer kombiniert, kontrastiert, collagiert Ausschnitte und Bruchstücke aus seinen Anfängen im Ensemble Schlabarett, seinen Ko-Produktionen mit Josef Hader (Freizeitmesse, Indien) bis zum preisgekrönten «fremd», und komponiert sie alle gekonnt mit ordentlich Selbstironie zu seiner fiktiven(?) Biographie zusammen.

Ein Stück voll fröhlichem Nihilismus

«bisjetzt» ist deshalb kein handelsübliches Best of, sondern ein eigenständiges Stück voll fröhlichem Nihilismus. Es ist die Spurensuche eines leidenschaftlichen Vordenkers und Nachfragers, eines Wurzelbehandlers und Fassadenabklopfers, eines satirischen Trapezkünstlers und melancholischen Sokratikers. Kurz: eine Werkschau Dorfers, über den die «Süddeutsche Zeitung» schrieb: «Er ist der vielfältigst Begabteste unter seinen deutschsprachigen Kollegen». (pd)