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Alfred, der Jugendhelfer

In Nigeria gibt es Junioren, die das Trikot des FC Altstätten tragen. Zu verdanken haben sie dies Alfred Emoefe Emuejeraye und dem spendablen Verein.
Remo Zollinger

Am Donnerstag trug der FC Altstätten sein erstes Testspiel aus. Bei Interregio-Absteiger Winkeln verlor der FCA 3:4. Neue Spieler waren keine dabei: Wer die Startelf las, sah da Namen wie Balmer, Eugster, Gächter, Hujdur, Lichtenstern. Einer fehlte: Emoefe Emuejeraye, von allen Alfred genannt, war nicht dabei.

In Altstätten bezeichnen sie Alfred als Glücksfall. Der Nigerianer, der eine Laufbahn wie kein Zweiter im Rheintaler Fussball vorweist, fragte beim FCA, ob er dort trainieren und mitspielen dürfe. Der Club nahm ihn auf und er schlug voll ein: Hinter den Spitzen agierend gelangen ihm in diesem offensivstarken, gefestigten Kollektiv acht Tore. «Er hat manch ein Spiel für uns entschieden», sagt Altstätten-Präsident Bruno Ritter. Alfred wurde rasch zu einer wichtigen Teamstütze. Auf diese kann der FCA auch in der nächsten Saison zählen, obwohl Alfred zurzeit nicht im Rheintal weilt.

Alfred gründete in Nigeria eine Fussballschule

Alfred ist auf Heimatbesuch. Drei bis vier Monate pro Jahr verbringt er in Nigeria, wo er die Ajetau Soccer Academy gegründet hat. «Wir fördern junge Talente, lehren ihnen die Grundlagen. Und versuchen, sie auf eine Karriere als Fussballprofi vorzubereiten, wenn sie diesen Weg gehen wollen», schreibt der 35-Jährige aus der Ferne. Damit dies gelingt, ist die Akademie immer wieder auf Spenden angewiesen.

Daran hat sich der FC Altstätten beteiligt. Er hat seinem Spieler zwei Taschen mit je einem Satz Trikots mit auf den Weg in die Heimat gegeben. So kommt es, dass in Nigeria plötzlich Junioren im Trikot des FC Altstätten Fussball spielen. «Alfred ist ein Mensch mit sehr viel Herzblut. Das merkt man, wenn er von der Akademie spricht – aber auch bei seinen Einsätzen für den Verein», sagt Bruno Ritter. Alfred sei keiner, der nur trainieren und spielen komme, er habe sich ins Team und den Club integriert und sei auch bei Vereinsanlässen dabei. Da fiel es dem Verein leicht, sich von den Trikots zu trennen. «Zudem ist es schön, sicher zu wissen, wo die Spende ankommt», sagt Giuseppe Castrovinci, Assistenztrainer des FCA. Er und der Präsident schliessen nicht aus, dass Altstätten in Zukunft wieder eine Spende leistet. Spieler, die intaktes Material nicht mehr brauchen, können dieses beim Verein abgeben.

Alfred war 2003 als junger Fussballer zu GC Zürich gekommen. Sein Lebenslauf zeichnet eine halbe Weltreise, er spielte bei unzähligen Vereinen, war Profi in China, Singapur und der Schweiz. Jetzt spielt er im Rheintal und gibt sein Wissen in sei­- ner Heimat weiter. Auch der FCA kann sich vorstellen, ihn in Zukunft in der Juniorenabteilung einzusetzen. Vorerst bleibt er aber Spieler – auch 2018/19.

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