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Akutsituationen beherrschen: Infoabend zum Thema Krisenkommunikation

Wenn ein tragisches Ereignis passiert, sind alle Beteiligten gefordert. Und es stellt sich immer auch die Frage: Wie wird es kommuniziert – nach innen und nach aussen?
Cécile Alge
In Gruppen übten die Teilnehmenden, wie nach innen und nach aussen richtig kommuniziert wird. In der Bildmitte auch Medienprofi Ralf Dietsche, Krisenbewältigungsexperte Peter Gut und Martin Stieger von der Suchtpräventionsgruppe «alles klar». Zu dieser gehört auch Angelo Bont, hier auf dem Bild hinten rechts zu sehen. (Bild: Cécile Alge)

In Gruppen übten die Teilnehmenden, wie nach innen und nach aussen richtig kommuniziert wird. In der Bildmitte auch Medienprofi Ralf Dietsche, Krisenbewältigungsexperte Peter Gut und Martin Stieger von der Suchtpräventionsgruppe «alles klar». Zu dieser gehört auch Angelo Bont, hier auf dem Bild hinten rechts zu sehen. (Bild: Cécile Alge)

Hilfestellungen und Antworten zur Bewältigung einer tragischen Situation gab’s am zweiten Infoabend der Suchtpräventionsgruppe «alles klar» in der Berglihalle. Man stelle sich folgendes Szenario vor: Die oder der Betroffene ist Präsidentin oder Präsident eines Vereins, dessen Jugendabteilung (14 Jugendliche zwischen 12 und 16 Jahren) sich mit ihren Leitern in zwei Kleinbussen auf einen Wochenendausflug begibt. Dabei verunfallt ein Kleinbus. Der Beifahrer stirbt noch auf der Unfallstelle, einige Jugendliche werden schwer verletzt. Der Fahrer und weitere Jugendliche überstehen den Unfall körperlich unversehrt. Doch die Situation ist chaotisch und dramatisch. Trotzdem sind rasche und richtige Informationen gefragt.

Wie und wen informieren?

Wie reagiert man bei einem solchen Ereignis als Vereinspräsidentin oder -präsident? Wie und wer wird informiert und in welcher Reihenfolge? An welchem Ort und auf welche Weise wird gegen aussen kommuniziert? Und wer gibt den Medien Auskunft, falls diese Auskünfte wünschen? Diese Fragen thematisierten am Mittwochabend zwei Fachleute mit 50 Interessierten am Folgeanlass der Suchtpräventionsgruppe «alles klar», die sich seit 18 Jahren im Auftrag der Gemeinden Eichberg-Oberriet-Rüthi und der Oberstufenschulgemeinde Oberriet-Rüthi in der Suchtprävention engagiert. (Über den ersten Infoabend wurde in dieser Zeitung berichtet.)

Ein Ereignis nicht zu einer Krise auswachsen lassen

Ralph Dietsche, Journalist und Geschäftsführer der radikom GmbH in Rüthi, ist auf Krisen- und Ereigniskommunikation spezialisiert. Er gab einen Einblick in seine Arbeit und erklärte, welche Bedürfnisse die Medien haben und wie man sich darauf vorbereiten kann. Anhand einer Checkliste und einfachen, aber wertvollen Tipps vermittelte er den Anwesenden das nötige Grundwissen, damit sie in einer Akutsituation richtig reagieren und informieren können. Ziel sei, dass ein Ereignis auch ein Ereignis bleibe und nicht wegen mangelhafter Kommunikation zu einer Krise werde, hielt Dietsche fest. Auch Peter Gut bot Hilfestellungen an, wie tragische Situationen überstanden und wie über solche kommuniziert werden sollte. Als Geschäftsleiter der Gut.inform GmbH ist er in weiten Bereichen der Krisenbewältigung tätig und Experte auf diesem Gebiet.

Kommunikation von Akutsituationen üben

Zum Abschluss des Abends wurde dann praktisch geübt. Dazu teilten sich die 50 anwesenden Frauen und Männer – vorwiegend Verantwortungsträgerinnen und -träger von Vereinen und Organisationen – in vier Gruppen auf. In diesen erarbeiteten sie anhand von ganz verschiedenen, schlimmen Ereignisbeispielen die optimale Kommunikationsform und deren Ablauf respektive Vorgehensweise. Alle Gruppen haben das gut gemacht und ernteten entsprechend Lob von den Experten. Nach letzten Tipps und dem Ratschlag, dass die Kommunikation von Akutsituationen vereinsintern regelmässig geübt werden soll, klang der interessante und lehrreiche Abend der Suchtpräventionsgruppe «alles klar» bei einem Umtrunk in der Berglihalle aus.

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