Aktivisten bekamen einen Platz auf dem Friedensweg

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Unbekanntes Paar: Willi Kobe und Margrit Besmer. (Bild: Peter Eggenberger)

Unbekanntes Paar: Willi Kobe und Margrit Besmer. (Bild: Peter Eggenberger)

Walzenhausen Der neu geschaffene Friedensweg verbindet Walzenhausen, Wolfhalden und Heiden. Zu den Stationen gehört auch der Friedhof Walzenhausen, wo an das im Appenzeller Vorderland kaum bekannt gewesene Ehepaar Kobe-Besmer erinnert wird.

Im Appenzeller Vorderland waren viele humanistisch aktive und verdiente Personen tätig. Diese Tatsache liess den Verein «Dunant 2010 plus» den Friedensweg mit rund einem Dutzend Stationen schaffen.

Im Einsatz gegen die atomare Aufrüstung

Am Start, bei der Kirche in Walzenhausen, wird an Diplomat Carl Lutz, Armeniervater Jakob Künzler und Flüchtlingspfarrer Paul Vogt erinnert. Erstes Etappenziel ist der Friedhof, wo in Wort und Bild an das unbekannte Ehepaar Willi Kobe und Margrit Besmer erinnert wird. Beide waren in der Friedensbewegung.

Willi Kobe war von 1932 bis 1964 evangelischer Pfarrer in Zürich. 1990 bis 1994 lebte das Paar in Heiden, um dann in den beschaulichen Weiler Rüti, Lachen-Walzenhausen, umzuziehen.

Vor ihrem Umzug ins Vorderland setzten sich der pazifistische Pfarrer und seine Frau in vielfältiger Weise für den Frieden und eine gerechtere Welt ein. Im Sinne des Antimilitarismus engagierten sie sich unter anderem für den Zivildienst, für ein Waffenausfuhrverbot sowie gegen die atomare Aufrüstung. Margrit Besmer und Willi Kobe verstarben 1995. (egb)