«Den Bäumen sieht man zuoberst in der Krone zuerst an, ob sie krank sind»: Am Werdenberger Binnenkanal müssen acht Bäume gefällt werden

Bei der Begehung am Werdenberger Binnenkanal wurden acht kranke Bäume entdeckt.

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Revierförster Sascha Kobler (rechts), der für Rüthi-Lienz und das Rheinunternehmen als Revierförster zuständig ist, sowie Kurt Köppel, Leiter Rheinunternehmen, begutachten die Bäume entlang dem Werdenberger Binnenkanal.

Revierförster Sascha Kobler (rechts), der für Rüthi-Lienz und das Rheinunternehmen als Revierförster zuständig ist, sowie Kurt Köppel, Leiter Rheinunternehmen, begutachten die Bäume entlang dem Werdenberger Binnenkanal.

Bild: pd

«Im Vergleich zum Vorjahr ist der Ausfall deutlich kleiner. Letztes Jahr mussten insgesamt 38 Alleebäume gefällt werden», erläutert Kurt Köppel, Leiter Rheinunternehmen.

Das Werdenberger Binnenkanal Unternehmen hat das Rheinunternehmen mit dem Unterhalt des Gewässers und den angrenzenden Böschungen sowie den Alleebäumen beauftragt. Dieses wiederum führt jährlich zusammen mit dem zuständigen Revierförster Sascha Kobler eine Begehung durch. Bei dieser werden auf der über 21 Kilometer langen Strecke alle Bäume und Sträucher begutachtet und beurteilt. Dabei wird festgelegt, welche Bäume einen Pflegeschnitt notwendig haben und welche in den Wintermonaten gefällt und im kommenden Frühling ersetzt werden. «Den Bäumen sieht man zuoberst in der Krone zuerst an, ob sie gesund oder krank sind», erklärt Revierförster Sascha Kobler. Fehlen die Blätter, entscheidet er zusammen mit Kurt Köppel, und Christoph Gabathuler, Bauführer beim Rheinunternehmen, ob und durch welche Baumart der kranke Baum zu ersetzen ist.

Insgesamt wurden acht Bäume gekennzeichnet, die kommenden Winter gefällt werden. Es sind dies vier Bergahorn, zwei Ahorn sowie eine Eiche und eine Esche. Um die Alleestruktur dem Werdenberger Binnenkanal entlang weiterhin aufrecht zu erhalten und den Tieren und Pflanzen einen geeigneten Lebensraum zu bieten, werden die acht gefällten Bäume im Frühjahr durch Eichen, Spitzahorn und Nussbäume ersetzt. «Die Jungpflanzen zäunen wir alle ein, damit sie nicht vom Biber gefällt werden», erklärt Christoph Gabathuler. Denn der Biber sei sehr aktiv und verursache immer wieder Schäden.

Unterhalt nach genauem Plan

Die Instandhaltungsarbeiten am Werdenberger Binnenkanal erfolgen nach einem genau ausgearbeiteten Plan. Mittels landwirtschaftlichen Pachtverträgen ist klar festgehalten, welche Abschnitte wie und wann geschnitten werden. «Die Begehung nutzen wir zudem, um die Entwicklung der Pflanzenvielfalt zu beurteilen und auch, um Massnahmen gegen Neophyten einzuleiten und die Nachhaltigkeit der getätigten Arbeiten zu beurteilen», sagt Kurt Köppel. «Die invasiven Pflanzen sind für uns alle eine Herausforderung.» Mit gezielten Massnahmen versuche man, deren Ausbreitung möglichst einzudämmen, so Kurt Köppel.

Was die Baumarten betrifft, gab es während der letzten Jahre einen starken Wandel. Grund war das Ulmensterben sowie die Eschenwelke. Folglich wurde auf andere Baumarten ausgewichen: «Heute setzen wir auf unterschiedliche Baumarten um einerseits eine Vielfalt zu erhalten und andererseits grossen Ausfällen entgegenzuwirken. (red/pd)