Abwechslungsreicher Pferdesport

Ein Jungpferd an der Hand vorgeführt oder eingespannt am Wagen. Über Hindernisse mit oder ohne Inlineskater im Schlepptau: All das gab es am vergangenen Wochenende zu sehen im Kriessner Rheinvorland.

Uschi Dietsche
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PFERDESPORT. Den ersten Auftritt am Fahr- und Springturnier des Pferdezuchtvereins Rheintal hatten die dreijährigen Freiberger Pferde. Total zwölf traten zum Feldtest an. Hier wurden sie von verschiedenen Experten bewertet und mit Punkten belohnt. Neben dem Körperbau wurden ihre Gänge sowie ihre Rittigkeit bewertet und natürlich auch wie sie sich einspannen lassen und am Wagen das Dressurprogramm absolvieren. Es waren sehr schöne und gute Jungtiere am Start, und so erhielt manch eines die Top-Noten acht und manchmal gab es sogar eine Neun. Sehr stark waren einmal mehr die Pferde vom Gestüt Kappensand.

Neue Prüfungen rege genutzt

Anschliessend ging es über die Hindernisse mit Springprüfungen für Freiberger und Haflinger. Hier konnte Vereinsmitglied Jana Hutter, Kriessern, mit Dylana in beiden Prüfungen mit fehlerfreien Runden glänzen. Zum ersten Mal wurden auch Jungpferde-Prüfungen für vier- bis sechsjährige Warmblutpferde ausgeschrieben, die auch rege genutzt wurden. Bei genügend Null-Fehler-Ritten darf man mit den Jungpferden im September an den Promotion-Final nach Avenches reisen – ein Ziel von manch einem Züchter.

Quadrille mit 18 Appenzellern

Die Reiter waren von der Infrastruktur begeistert und die Startmöglichkeit, die in der Ostschweiz eine Seltenheit ist, sehr geschätzt. 17 Appenzellerinnen und ein Appenzeller präsentierten eine wunderschöne Quadrille, die von den Reitschülern des Pferdesportzentrum Gais im August am Marché Concours 2015 präsentieren wird. Den Ausklang des Tages bildeten die Offroad-Kjöring-Gruppen. Mit viel Power und Tempo zeigten die Teams waghalsige Sprünge in zwei Umgängen.

Fahrerei am Sonntag

Sogar «Mozart» stand auf die Rollschuhe und liess sich zu Falcos Hit «Amadeus» hinterherziehen.

Der Sonntag war ausschliesslich der Fahrerei vorbehalten. Promotionsprüfungen für junge Freibergerpferde machten den Start. Die Ein- und Zweispänner mit den Ponies lockten manch einem Zuschauer ein Lächeln ins Gesicht, waren zum Teil doch sehr kleine, aber flinke Pferdchen am Wagen eingespannt.

Den Abschluss des Turniers bildete der OKV-Fahrcup. Die drei Mitglieder pro Equipe mussten je zwei Runden fahren, und das schlechteste Resultat durfte gestrichen werden. Der Pferdezuchtverein und der Gespann-Fahrverein waren die einzigen Mannschaften aus der Region, die am Start waren. Bester Fahrer aus den beiden Teams war diesmal Mario Lüchinger mit seiner Fiona.

OK-Präsident Hubert Hutter konnte dabei die letzte Siegerehrung vornehmen und mit seinem Team und den zahlreichen Helfern auf ein erfolgreiches Turnierwochenende zurückblicken.

Das Team Ponyhof 77 mit Markus Kessler, Montlingen, zeigt Offroad-Kjöring. Mario Lüchinger mit Fiona holte am OKV-Fahrcup das beste Resultat der Einheimischen. (Bilder: Uschi Dietsche)

Das Team Ponyhof 77 mit Markus Kessler, Montlingen, zeigt Offroad-Kjöring. Mario Lüchinger mit Fiona holte am OKV-Fahrcup das beste Resultat der Einheimischen. (Bilder: Uschi Dietsche)

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