Abschluss um 1,8 Millionen Franken besser als geplant

Die Gemeinde Heiden darf eine erfreuliche Jahresrechnung präsentieren.

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Heiden. In der laufenden Rechnung schliesst die Jahresrechnung 2010 bei einem Aufwand von rund 21,2 Mio. Franken und einem Ertrag von rund 22,3 Mio. Franken mit einem Ertragsüberschuss von 1 160 604 Franken ab. Bedeutend höhere Steuereinnahmen sowohl von den natürlichen Personen als auch bei den Unternehmenssteuern machen den Grossteil der Besserstellung gegenüber dem Voranschlag von über 1,8 Millionen Franken aus. Investiert wurde im vergangenen Jahr netto rund 2,5 Millionen Franken.

Zusätzliche Abschreibungen

Bei der Budgetierung für das Jahr 2010 rechnete man damit, dass entgegen früheren Jahren, in denen 10% des Verwaltungsvermögens abgeschrieben wurden, lediglich 6% abgeschrieben werden können. Nun soll der Ertragsüberschuss von 1,16 Mio. Franken dazu verwendet werden, bis zur Höhe des in den letzten Jahren angewendeten Abschreibungssatz von 10% zusätzlich abzuschreiben. Dies macht 305 000 Franken aus. Der übrig bleibende Ertragsüberschuss von 855 000 Franken soll gemäss Finanzhaushaltsgesetz dem Eigenkapital zugewiesen werden, welches damit auf über 2,9 Mio. Franken steigt. Der Gemeinderat hat das Ergebnis der Jahresrechnung 2010 zur Kenntnis genommen. Die definitive Verabschiedung der Jahresrechnung und Ansetzung des fakultativen Referendums erfolgt nach der Prüfung der Rechnung durch die Geschäftsprüfungskommission und die externe Revisionsstelle.

Die Mehreinnahmen bei den Steuern natürlicher Personen betragen 1,7 Millionen Franken. Ebenso erfreulich ist, dass die Unternehmenssteuern um über 30 Prozent gestiegen sind. Die Entwicklung bei den Steuereinnahmen hat bewirkt, dass Heiden im kantonalen Vergleich nach Steuerkraft neu an vierter Stelle nach Teufen, Speicher und Wolfhalden steht.

Das Globalbudget-System der Schule hat sich auch im zweiten Jahr bewährt. Die Schulleitung hat bewiesen, dass sie mit den Mitteln verantwortungs- und kostenbewusst umgehen kann. Ebenfalls zum guten Ergebnis beitragen hat die Sozialhilfe. Einerseits werden in jedem Fall konsequent andere Einkommensmöglichkeiten für Bedürftige ermittelt, andererseits wurden frühere Sozialhilfebezüger motiviert, Rückzahlungen zu leisten. Insgesamt musste für die Sozialhilfe 2010 fast 200 000 Franken weniger aufgewendet werden als budgetiert. Trotz Steuersenkung um 0,1 Einheiten auf das Jahr 2010 ist der Gesamt-Steuerertrag auf 13,146 Mio. gestiegen. Der durchschnittliche Steuerertrag pro Einwohnerin und Einwohner stieg im vergangenen Jahr von 2756 auf 2998 Franken.

Teure Pflegefinanzierung

Die Neuregelung des Bundes und des Kantons für die Finanzierung von Pflegeleistungen in Alters- und Pflegeheimen hat für Heime und Gemeinden enorme administrative Mehraufwendungen ausgelöst. Gemäss dem aktuellen Stand der Hochrechnung muss die Gemeinde Heiden mit 460 000 Franken zusätzlichem Aufwand pro Jahr zu rechnen. Das entspricht rund 0,15 Steuereinheiten. (gk)