Abschied vom Terminkalender

Werner Engler, ehemaliger Altstätter Stadtrat, Mitglied der Stiftung Frauenhofkapelle und Versicherungs-Generalagent, geht in Pension. Die 35 Jahre bei der Mobiliar «sind ummi wia gfloga».

Gert Bruderer
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Werner Engler im Weinkeller des Restaurants Gupf in Rehetobel: eine gediegene Atmosphäre, die angeregten Gesprächen förderlich ist, hat er schon immer geschätzt. (Bild: René Jann)

Werner Engler im Weinkeller des Restaurants Gupf in Rehetobel: eine gediegene Atmosphäre, die angeregten Gesprächen förderlich ist, hat er schon immer geschätzt. (Bild: René Jann)

altstätten. Nun beabsichtigt der leidenschaftliche Wanderer, für den Natur und Berge etwas Wunderbares sind und der sich von den Bergen immer wieder Kraft geholt hat, seine viele Freizeit ganz nach Wetter, Lust und Laune zu gestalten.

Engagiert für andere

Seit 1971 war Werner Engler nie ohne nebenamtliche Funktion. Der Geschäftsprüfungskommission der evangelischen Kirchgemeinde von Altstätten gehörte er ebenso an wie der GPK der politischen Gemeinde, beim einstigen Tennisclub Mittelrheintal wirkte er als Vizepräsident, bei der FDP Rheintal als Präsident, und im Altstätter Stadtrat (1993 bis 2000) befasste er sich – als Baukommissionspräsident – intensiv mit dem Umbau der Gesa-Sportanlagen. Ging es darum, eine besondere Aufgabe anzunehmen, hat Werner Engler «niemals lange nachgedacht». Der Einsatz für die Allgemeinheit war ihm immer selbstverständlich.

Bruder hat ihn eingefuchst

Bei der Mobiliar begann Werner Engler im Jahr 1975 als «Branchenneuling». Der damalige Spediteur genoss eine Ausbildung im Schnellverfahren: In sechs Wochen wurde er von seinem (mittlerweile auch pensionierten) Bruder Jakob, bei der Mobiliar in Rheineck, eingefuchst. Nach Altstätten kam der im Werdenbergischen aufgewachsene Werner Engler von St. Margrethen, wo er im Jahr zuvor seine Frau Rita geheiratet und sich für Politik zu interessieren begonnen hatte – dies, nachdem ihm vom damaligen St. Margrether Gemeindepräsidenten Mathias Staub bewiesen worden war, wie speditiv und doch ergiebig sich Sitzungen durchziehen lassen.

Bei der Mobiliar hatte Engler gleich zu Beginn eine Herkulesaufgabe zu meistern: die Reorganisation in Altstätten.

Agenturen zusammengeführt

Ein Jahrzehnt danach stand wieder etwas Grosses an: der Neubau an der Bahnhofstrasse. Und im Jahr 2003 führte Werner Engler die Agenturen des unteren und des oberen Rheintals zur Generalagentur Rheintal zusammen. Sie ist in der Schweiz die viertgrösste Mobiliar-Generalagentur: In einem Einzugsgebiet mit rund 70 000 Einwohnern betreut die Agentur 23 000 Kunden und 44 000 Verträge. Drei Dutzend Mitarbeitende und drei Lehrlinge sind dafür zuständig.

In Altstätten bleiben

Wenn Werner Engler von früher spricht, von seiner langen Zeit bei der Mobiliar, reiht sich ein schönes Erlebnis ans nächste. Kein Wunder, wird er als Rentner die vielen angenehmen Kontakte zu Arbeitskollegen, Kunden und Partnern gewiss etwas vermissen. Doch er freut sich anderseits darauf, ganz unabhängig vom Terminkalender viel zu unternehmen. Dass er seinen Wohnort beibehält, steht ausser Frage. Das politische Geschehen löst zwar nicht bloss Freude aus, doch Werner Engler sagt: «In Altstätten hat es meiner Familie und mir immer gefallen.» Und er zweifelt keinen Augenblick daran, dass dies so bleibt.

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