Abnützungskampf endet unentschieden

Der FC Rebstein und der FC Diepoldsau-Schmitter trennen sich nach einem harten Kampf 1:1. Die Punkteteilung geht in Ordnung, auf schwerem Geläuf fiel es beiden Mannschaften schwer, ihr Spiel aufzuziehen.

Remo Zollinger
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Duell zweier Urgesteine: Rebsteins Philipp Kühnis (rechts) fordert Diepoldsaus Captain Willi Durot. (Bild: Remo Zollinger)

Duell zweier Urgesteine: Rebsteins Philipp Kühnis (rechts) fordert Diepoldsaus Captain Willi Durot. (Bild: Remo Zollinger)

Remo Zollinger

Tiefe Furchen prägten den Rasen auf der Rebsteiner Birkenau nach dem Spiel zwischen dem FCR und Diepoldsau. Sie zeugten davon, dass das Terrain zuvor arg beansprucht worden war: Die beiden Teams schenkten sich keinen Zentimeter. Obwohl das Spiel teils sehr zerfahren und hektisch war, war am Einsatz der beiden Mannschaften nichts auszusetzen.

Die ersten zwei Minuten hatten es in sich

Achtung, fertig los: Die ersten 120 Sekunden boten schon einiges an Unterhaltung. Schon nach 20 Sekunden zückte der Unparteiische zum ersten Mal die gelbe Karte. Diepoldsaus Dietsche ging an der Mittellinie hart in einen Zweikampf und wurde dafür bestraft – danach hatte er sich aber gut im Griff und riskierte keine zweite Gelbe.

Nach 80 Sekunden ging der FCR dann in Führung: Valentino Tomasic traf wie schon gegen Staad in der Startphase, es stand neu 1:0. Wieder nur 40 Sekunden später war dann die Reihe an Dario Blum, der wirblige Diepoldsauer Flügel setzte einen Abschluss aus gefährlicher Position knapp über das Gehäuse.

Dann flachte das Spiel ab. Die Teams gaben sich zwar Mühe, hatten aber auch Mühe, ihr Spiel aufzuziehen. Diepoldsau wurde mit Bucheli das nächste Mal gefährlich, Rebstein mit Klainti Tsalekou. Der Grieche traf dann auch zum vermeintlichen 2:0, er stand dabei aber hauchdünn im Abseits. Kurz vor der Pause fiel dann der Ausgleich: Nach einem missglückten Klärungsversuch fiel der Ball Carmelo Bellante vor die Füsse, der nicht lange fackelte und via Lattenunterkante sehenswert zum 1:1 traf; ein Prachtstor.

Mehr Torchancen in der zweiten Hälfte

Nach dem Seitenwechsel nahm Diepoldsau das Spiel in die Hand. Zuerst vergaben Bucheli und Kuster aus guter Lage, dann traf Blum mit einem Abschluss aus 20 Metern die Latte. Dazwischen hatte Rebstein nach einem Eckball eine Chance, Böhrer und Tsalekou standen sich aber etwas im Weg, weshalb es zu wenig gefährlich wurde und der Ball drüber strich. Danach war es erneut Kuster, der Kühn zu einer starken Parade zwang – Kühn hatte mehr zu tun als sein Gegenüber Eggenberger, Diepoldsau stand dem Sieg näher als Rebstein. Doch auch den zweiten Matchball vergaben die Rheininsler: Karatay traf in der Schlussminute per Kopf nochmals die Latte. Zuvor hatte aber auch Rebstein eine gute Phase, in der es drei Chancen vorfand: Zuerst Reho, dann Kühnis vergaben aber per Kopf. Und bei Lleshis gefährlicher Hereingabe kam Reho den berühmten Schritt zu spät.

Darf Besa gar nicht aufsteigen?

So blieb es beim Unentschieden, das unter dem Strich leistungs- gerecht ist. In der Tabelle ändert sich nicht viel: Diepoldsau liegt weiterhin an zweiter Stelle, neu vier Punkte hinter Besa, das in Rüthi verlor. Rebstein bleibt Dritter, weiterhin vier Punkte hinter Diepoldsau und nur noch zwei Punkte vor Rüthi. Dass Diepolds- au den zweiten Platz gefestigt hat, könnte noch von entscheidender Bedeutung sein: Es ist gut möglich, dass Leader Besa nicht in die 2. Liga aufsteigen darf, weil es keine Juniorenabteilung hat. Die definitive Entscheidung darüber steht jedoch noch aus.

3. Liga, Gruppe 2

Rebstein – Diepoldsau-Schmitter 1:1 (1:1)

Birkenau – 200 Zuschauer – SR: Pfeiffer.

Tore: 2. Tomasic 1:0, 43. Bellante 1:1.

Rebstein: Kühn; Baumgartner, Haltiner, Böhrer, Kamalanathan; Eugster (89. Nüesch), Kühnis, Dierauer, Tsalekou (55. Reho); Tomasic (83. Lleshi), Schranz (71. Niederl).

Diepoldsau: Eggenberger, Di Lorenzo, F. Besserer, Kuster, Blum (81. Riklin), Dietsche, Bellante, Bucheli (78. Genctürk), Durot, Fisch, Karatay.

Gelbe Karten: 1. Dietsche, 25. Baumgartner, 45. Dierauer, 68. Schranz (alle Foul).