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A-Treff öffnet am Montag am neuen Standort

HEEBRUGG. Seit 2009 gibt es in Heerbrugg den A-Treff. Nun ist der Treffpunkt ein Haus weitergezogen – von der Berneckerstrasse 217 nach 219. Im ehemaligen «Kinderraum» gibt es bedeutend mehr Platz und Ideen für weitere Projekte.
Monika von der Linden
Die Begleitgruppe nimmt den neuen Raum in Augenschein: Kurt Krattinger (hinten, von links), Ursina Schiesser, Elisabeth Lutz, Thomas Widmer, Stellenleiterin Silvia Meile, Silvia Spiess, Monika Zingg, Felix Indermaur (vorne links) und Präsident Markus Bänziger. (Bild: Monika von der Linden)

Die Begleitgruppe nimmt den neuen Raum in Augenschein: Kurt Krattinger (hinten, von links), Ursina Schiesser, Elisabeth Lutz, Thomas Widmer, Stellenleiterin Silvia Meile, Silvia Spiess, Monika Zingg, Felix Indermaur (vorne links) und Präsident Markus Bänziger. (Bild: Monika von der Linden)

HEERBRUGG. Alle groben Arbeiten sind geschafft. Das Mobiliar ist ist am neuen Ort aufgestellt und die Tische sind liebevoll mit Osterschmuck dekoriert. «Hier bin ich willkommen», diesen Eindruck erhielt die Journalistin im neuen A-Treff. Dass nicht alle Kleider eingeräumt sind, schmälert den Eindruck nicht. Bis zur Eröffnung am Montag ist noch Zeit und diese wird genutzt. Während des Gespräches mit Stellenleiterin Silvia Meile und Felix Indermaur (Begleitgruppe) erledigen die Helferinnen und Helfer die noch ausstehenden Arbeiten.

Finanzierung breit abgestützt

A-Treff – der Name ist der Bevölkerung inzwischen vertraut. Als der Treffpunkt im Februar 2009 öffnete, sollte an Menschen, die eine Entlastung in der Haushaltskasse brauchen können, Lebensmittel abgegeben und ein Ort geschaffen werden, an dem man jemanden antrifft. Lanciert wurde das Projekt von den evangelischen Kirchgemeinden im Mittelrheintal. Die Kantonalkirche leistete eine Anschubfinanzierung. Nach drei Jahren ist diese Unterstützung nun ausgelaufen. Aber das Projekt stehe auf gesunden Füssen, versichert Felix Indermaur. Neu haben die katholischen Kirchgemeinden Heerbrugg, Au, Berneck, Balgach, Widnau und Diepoldsau einen Beitrag gesprochen. Die politische Verantwortung liegt nach wie vor bei der Evangelischen Kirchgemeinde Balgach. Die Entwicklung des A-Treffs ist eine Erfolgsgeschichte. Blickt Meile auf den Anfang, gab es in der Bevölkerung Zweifel, ob es die Einrichtung wirklich brauchen würde. Die Erfahrung zeige, es kommen nicht nur Ausländer, sondern ebenso viele Schweizer. Jeder Gast müsse einen A-Treff-Ausweis vorzeigen. Da dieser von den Sozialämtern ausgestellt werde, könne sie sicher sein, die jeweiligen Personen sind berechtigt, sagt Meile. Der Umzug habe gezeigt, die Besucher sind froh um die Unterstützung. Etwa 20 Personen halfen tatkräftig und engagiert beim Umzug.

Ein Team setzt sich ein

Die Stellenleiterin ist für die Gäste nicht nur Ansprechperson. Sie hilft konkret, wenn schriftliche Arbeiten zu erledigen sind – sei es, eine Bewerbung zu schreiben oder eine Steuererklärung auszufüllen. Indermaur bezeichnet sie als die gute Seele, die nicht nur nach Vorgaben, sondern mit Gefühl handle. Deshalb konnte der A-Treff zu dem werden, was er geworden ist. Ein 14-köpfiges Team von Helferinnen und Helfern kümmert sich um den reibungslosen Betrieb. Sie fahren Geschäfte an, um Lebensmittelspenden abzuholen, Sortieren und verteilen Lebensmittel und Kleider, bedienen Gäste und schenken ihre Zeit – ehrenamtlich. Die Akzeptanz der Bevölkerung sei heute erfreulich. Es werden Lebensmittelspenden gebracht und in vielerlei Formen Geld gesammelt.

Die Zahl der Gäste nehme stetig zu. Kamen anfangs 15 Personen, stieg die Zahl schnell auf bis zu 60. Als vor einem Jahr der Eggpunkt in Altstätten öffnete, ging die Nachfrage an Lebensmitteln zurück, um nun wieder anzusteigen, sagt Meile. Das Angebot des Vermieters sei zum richtigen Zeitpunkt gekommen. Er habe ausserdem grosses Entgegenkommen gezeigt, sagt Indermaur.

Für ältere Menschen sei die Hemmschwelle oft gross, den A-Treff zu besuchen. Man müsse nicht arm sein, um willkommen zu sein. Einsame Menschen treffen jemand an, der Zeit hat, spricht Meile eine Einladung aus.

Der grosszügige Raum weckt bei Indermaur Visionen. Er möchte weitere Aktivitäten im diakonischen Sinne, als Dienst am Menschen, anbieten. Entsprechende Ideen reifen heran, Näheres stehe aber noch nicht fest.

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