Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

91 und immer noch voller Ideen

Altstätten Trotz ihres hohen Alters ist Emmi Rissi, die ehemalige Wirtin vom «Grünen Baum», immer noch rüstig und offen für Innovationen. Ihren Herd heizt sie neuerdings mit getrocknetem Laub.
Max Pflüger
Emmi Rissi trocknet das Laub aus ihrem Garten auf der Fussbodenheizung ihres Hausflurs.Bild: Max Pflüger

Emmi Rissi trocknet das Laub aus ihrem Garten auf der Fussbodenheizung ihres Hausflurs.Bild: Max Pflüger

Während andere Senioren hinterm Ofen sitzen und ruhen, macht sich Emmi Rissi Gedanken über die Zukunft der Welt und realisiert neue Ideen. «Als ich noch Wirtin war, hatte ich keine Zeit dazu. Aber heute liebe ich die Natur, beobachte sie und will das Meine zu ihrer Erhaltung beitragen.» Nachhaltige Nutzung der immer knapper werdenden Ressourcen ist der 91-Jährigen ein Anliegen.

Nachwachsende ­Energiequellen nutzen

Die Nutzung nachwachsender Energiequellen liegen Emmi Rissi besonders am Herzen. Dies auch als ehemalige Besitzerin eines Waldstücks, das heute von ihrem in Büriswilen lebenden Sohn Fritz Tobler bewirtschaftet wird. Sie stört es, dass brennbares Material aus Wald und Garten in grossen Mengen liegen gelassen wird und verrottet oder der Abfallentsorgung zugeführt wird, während gleichzeitig wertvolle Erdölprodukte tonnenweise verfeuert werden. Dagegen will sie etwas tun und damit einen Beitrag an die Erhaltung unserer Umwelt für unsere Enkel und Urenkel leisten.

1996 renovierte sie ihr Haus am Schwalbenweg ob Altstätten. Dabei liess sie in der Küche einen Holzherd einbauen, der allerdings wenig oder nie benutzt wurde. Infolge eines falsch angelegten Kamins verbreitete sich starker Rauch in der Küche. Als Wirtin hatte sie keine Zeit, sich darum zu kümmern.

In letzter Zeit fiel ihr auf, dass auf dem grosszügigen Umschwung ihres Hauses viel Laub und viel kleine Holzabfälle nach dem Schnitt der Bäume und Sträucher anfielen. Der Abtransport zur Entsorgungssammelstelle kostete Zeit und benötigt ein Fahrzeug. «Das alles kann gespart werden», sagte sie sich, «wenn ich den Gartenabfall trockne, den Kamin sanieren lasse, den Herd reaktiviere und mit dem Laub und den Zweigen in der Übergangszeit die Küche heize.»

Ein Zeichen für die Jugend setzen

Mit ihrem Engagement setzt sich Emmi Rissi aktiv für die nach­haltige Bewirtschaftung der Ressourcen ein. Sie betont aber auch, dass sie mit ihrer Idee für die Jugend ein Zeichen setzen und ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger zum Denken anregen will.

Max Pflüger

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.