67 Jahre lang als Custos geamtet

Ein Blick in die Geschichte ist spannend und kurzweilig: Im Rahmen einer Matinee stellt Meinrad Gschwend das einzigartige Engagement von Carl Moser (1871 bis 1962) vor. Die Veranstaltung findet am Sonntag, 3. Juli, im Göttersaal des Museums statt.

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ALTSTÄTTEN. Was Carl Moser gemacht hat, ist rekordverdächtig. 67 Jahre lang bekleidete er sein Amt: 1895 wurde er zum ersten Custos des Altstätter Museums gewählt. Er erledigte seine Aufgabe mit Herzblut, mit unermüdlichem Einsatz – und mit grossem Erfolg. Unter seiner Leitung wurde die damalige «Altertums-Sammlung» immer grösser und die Prestegg wuchs zu einem der grössten und reichhaltigsten Landmuseen der Schweiz heran. Moser war kein Aufwand zu gross, keine Hürde zu hoch, keine Aufgabe zu kompliziert.

Ein Visionär

Dank seinem Engagement konnte das Museum vergrössert und auch auf eine breite Basis gestellt werden. Bis ins hohe Alter hat sich Moser für das Altstätter Museum eingesetzt. Insgesamt betrug seine «Amtszeit» 67 Jahre, was in jeder Hinsicht einzigartig ist. Was waren seine Motive? Wie ist er vorgegangen? Was macht er er anders, als man es heute tun würde? Wie hat er geschafft, 67 Jahre diese Aufgaben zu erledigen? Wie hat er fertiggebracht, andere Leute von seiner Vision zu überzeugen? Das sind Fragen, die auch heute – über 50 Jahre nach dem Tod Carl Mosers – noch interessieren: Und genau auf solche Fragen gibt das Referat von Meinrad Gschwend Antworten.

Lebendige Geschichte

Gschwend hat vor ein paar Jahren eine Schrift über die Entstehung des Altstätter Museums verfasst. Nun hat er weiter im Archiv nach Spuren von Carl Moser gesucht. Gschwend ist es ein Anliegen, Geschichte lebendig werden zu lassen. Dies zeigt sich bei seinen Stadtführungen und Kulturwanderungen, aber auch in zahlreichen Veröffentlichungen. Sein Referat über den «Vater des Museums» findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe unter dem Motto «Aufbruch» statt. Es verspricht eine spannende Matinee zu werden. Sie findet am Sonntag, 3. Juli, um 10.30 Uhr im Göttersaal des Museums an der Gerbergasse statt. Alle Interessierten sind eingeladen. (pd)