64 Talente auf der Rheininsel

Beim alle zwei Jahre stattfindenden Nachwuchs-Trainingslager des internationalen Faustball-Verbands (IFA) nehmen Faustballerinnen und Faustballer aus Deutschland, Österreich, Italien sowie der Schweiz teil. Am gestrigen Nationenturnier siegten die Schweizer und die Österreicherinnen.

Yves Solenthaler
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Strecksprung: Die EM-Dritte Katrin Lüchinger aus Berneck.

Strecksprung: Die EM-Dritte Katrin Lüchinger aus Berneck.

Faustball. Das Trainingslager findet immer in der Woche nach den kontinentalen U18-Titelkämpfen statt, jeweils im Land des Veranstalters. Normalerweise ist das Camp am Austragungsort der EM, weil aber dort schon die U21 und das Schweizer A-Kader trainiert, sind die jüngeren Talente nach Diepoldsau ausgewichen. Ebenfalls mit der U21 trainiert der an der EM überragend aufspielende Raphael Schlattinger vom SVD Diepoldsau, die anderen drei Rheintaler EM-Teilnehmer (Domenic Fehle, Malik Müller und Katrin Lüchinger) sind in Diepoldsau dabei – wie auch Roman Lässer, Assistenztrainer der U18-Frauen. An diesem Trainingslager, wo die Nationen teilweise gemischt trainieren, wird die beispiellose Kameradschaft der internationalen Spitzen-Faustballer begründet. «Es geht aber auch darum, den Faustballsport attraktiver zu machen», sagt Christian Zbinden, der als U18-Nationaltrainer der Männer Leiter des Trainingslagers ist. «In diesem Alter können selbst die weltbesten Spieler technisch noch einiges dazu lernen.» Je mehr dies geschieht, desto eher werde Faustball attraktiver und sei so auch besser zu vermarkten.

Insgesamt nehmen 64 Faustballerinnen und Faustballer am Lager teil. Die Lokation in Diepoldsau sei ideal, weil sich die Spieler im nahen Strandbad erfrischen können. Gestern wurden sie auch ohne Bad im Alten Rhein nass. Die Nachwuchstalente liessen sich vom Dauerregen aber nicht davon abhalten, das Nationenturnier durchzuführen.

Widnauer Europameister-Duo: Abwehraktion von Malik Müller (links), beobachtet von Domenic Fehle. (Bilder: ys)

Widnauer Europameister-Duo: Abwehraktion von Malik Müller (links), beobachtet von Domenic Fehle. (Bilder: ys)