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50 Millionen für dreifache Kapazität

Die Firma Schütz investiert in Montlingen in den nächsten zehn Jahren 50 Mio. Franken. Davon sind 15 Mio. Franken für den Bau neuer Hallen vorgesehen, der Rest fliesst in die etappenweise Erweiterung des Maschinenparks.
Gert Bruderer

MONTLINGEN. Für die weltweit vertriebenen Behälter des Schütz-Konzerns stellt das Montlinger Unternehmen Armaturen her – jährlich je 6 Millionen Hähne und Schraubklappen.

Beliefert werden 46 Werke in rund zwanzig Ländern. Endabnehmer sind etwa die Lebensmittelindustrie oder die Medizinaltechnik, die in den Schütz-Behältern Flüssiges transportieren und lagern.

Während die Kunststoff-Container, Kunststoff-Fässer und Erdölfässer aus Stahl nahe beim Kunden und somit an Standorten auf der ganzen Welt hergestellt werden, entstehen die Armaturen nur an zwei Orten: am deutschen Hauptsitz Selters (nordwestlich von Frankfurt) und in Montlingen.

Kosten stark gesenkt

Dass Schütz in der Schweiz «kostengünstiger produziert» als in der Heimat des 79-jährigen Unternehmers und ehemaligen Automobilrennfahrers Udo Schütz, erklärt der in Montlingen seit 2009 tätige Geschäftsführer Pascal Frei mit dem hohen Automatisierungsgrad. In den letzten fünf Jahren seien fast 5 Mio. Franken so investiert worden, dass der Ausstoss sich mit dem gleichen Personal um 40 Prozent steigern liess. Auch der Bau einer neuen Kühlanlage und einer Wärmerückgewinnungsanlage hätten kostensenkend gewirkt. Nun legt man nochmals einen Zacken zu. Bis 2025 soll der Montlinger Betrieb, der in den ehemaligen Söhnle-Hallen vor elf Jahren mit zehn Mitarbeitenden begann und heute 65 beschäftigt, die Produktionskapazität verdreifachen. 18 Millionen Hähne und 18 Millionen Schraubklappen sollen am Ende des geplanten Ausbaus in Montlingen pro Jahr produziert werden.

Noch in diesem Monat wird mit der Verlegung der Werkleitungen begonnen. Baustart ist nach den Sommerferien. Entstehen wird sowohl eine zusätzliche Produktionshalle (mit 2400 Quadratmetern Grundfläche) als auch eine voll automatisierte Lagerhalle (1400 Quadratmeter) für 3500 Paletten.

Rund 50 neue Arbeitsplätze

Pascal Frei nennt die Inbetriebnahme mit acht bis zehn neuen Maschinen Ende 2017 als Ziel. Die Zahl der Mitarbeitenden soll zunächst um etwa 20 steigen. Nach dem Endausbau dürften 110 bis 120 Mitarbeitende bei Schütz tätig sein.

Montlingen bleibt für den Schütz-Konzern reiner Produktionsstandort, die Exportquote beträgt 100 Prozent. Zumal an sieben Tagen pro Woche rund um die Uhr in vier Schichten gearbeitet wird, ist Schütz in der Gemeinde Oberriet einer der drei grössten Strombezüger.

Kein Schock wegen Franken

Während andere wegen des Frankenschocks klagen, gehört Pascal Frei zu jenen, die zum Jammern keinen Anlass sehen. Weil das Unternehmen früh mit Automatisieren angefangen habe, sei man heute bei sehr tiefen Kosten sehr gut unterwegs. Dazu passt die Konzernphilosophie, Schlüsselkomponenten der Schütz-Produkte ausschliesslich im europäischen Raum herzustellen. Erstens stimme so die Qualität, und zweitens beuge man auf diese Weise der in Asien georteten Gefahr, kopiert zu werden, vor.

Zwei Flaggen wehen vor dem Schütz-Gebäude schön synchron im Wind. Die eine ziert der Firmenname, auf der andern prangt das Schweizerkreuz. Der Widnauer Chef lächelt zufrieden. Seit zehn Jahren wächst der Umsatz jedes Jahr um acht Prozent – hüben wie drüben.

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