50 Jahre für den Heimatschutz

WALZENHAUSEN. Der Walzenhauser Ernst Suhner wurde von der Sektion Ausserrhoden des Heimatschutzes zum Ehrenmitglied ernannt. Ein halbes Jahrhundert hat er sich für die Erhaltung der Heimat eingesetzt.

Peter Eggenberger
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Für seine 50-jährige Mitarbeit im Heimatschutz-Vorstand wurde Ernst Suhner-Jüstrich mit der Ehrenmitgliedschaft ausgezeichnet. (Bild: Peter Eggenberger)

Für seine 50-jährige Mitarbeit im Heimatschutz-Vorstand wurde Ernst Suhner-Jüstrich mit der Ehrenmitgliedschaft ausgezeichnet. (Bild: Peter Eggenberger)

WALZENHAUSEN. «50 Jahre – ein einzigartiges Jubiläum», würdigt Heimatschutz-Obmann Heinz Naef, Speicher, im Jahresbericht die Verdienste von Ernst Suhner. «Seine aktive Mitarbeit ohne Ermüdungserscheinungen spiegelt seine tiefe Überzeugung für die wichtige Arbeit des Heimatschutzes. Als Vorstandsmitglied und Schreiber hat er 1967 in einer Auszeit vom Lehrerberuf Häuser und Siedlungen inventarisiert und mit einer umfangreichen Arbeit wertvolle Grundlagen geschaffen.»

Lehrer im Schulhaus Bild

1932 in Bühler geboren und zum Lehrer ausgebildet, trat Ernst Suhner 1957 im Schulhaus Bild in den Dienst der Gemeinde Walzenhausen, wo er Kinder der Mittelstufe unterrichtete. Rasch wurde ihm das Vorderland zur Heimat, und in Walzenhausen fand er mit Alice Jüstrich auch seine Gattin. 1963 erfolgte seine Wahl in den Heimatschutz-Vorstand. Heinz Naef: «Ernst Suhner engagierte sich bei der Schoggitaler-Aktion für Trogen, bei der Wakkerpreis-Verleihung für Gais und bei der Rettung diverser wertvoller Häuser. Weiter waren ihm die Volkskunst, die Tracht und das Liedgut tiefe Anliegen.»

Gegen Ferienhaus-Seuche

«In Walzenhausen war und ist die erholsame Landschaft der Weiler Gebert-Schurtanne-Freienland im Ortsteil Lachen mein Lieblingsgebiet», erklärt Suhner. «Als in den 1960er-Jahren an jedem schönen Plätzchen Ferienhäuser geplant waren, konnte ich im Rahmen intensiver Gespräche mit Landeigentümern – u. a. mit dem legendären <Gebertshööchi>-Wirt Eugen Herzig – ein Umdenken erreichen. Als Anfang 1993 ein Haus in der Schurtanne niederbrannte, setzte ich mich auch hier erfolgreich für einen stilgerechten Wiederaufbau ein.»

Vieles hat Suhner, der später vom Schuldienst in die Verwaltung der Stiftung Waldheim wechselte, erreicht. «Als unser Pfarrhaus eine Eternit-Verkleidung erhalten sollte, vermochte ich die Verantwortlichen von den Vorzügen einer Fassadensanierung mittels Holzschindeln zu überzeugen», freut er sich. Trotz Ruhestand wird sich das im schönen Appenzellerhaus im Weiler Grusegg wohnhafte Heimatschutz-Ehrenmitglied auch künftig für die Gegend einsetzen.

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