4,5 Prozent weniger Straftaten als im Vorjahr

Im letzten Jahr wurden im Kanton Appenzell Ausserrhoden insgesamt 3179 Straftaten begangen, das sind rund 4,5 Prozent weniger als im Vorjahr (3329). Insgesamt waren bei diesen 3179 Straftaten 1856 Straffälle zu bearbeiten, das bedeutet praktisch gleich viele wie im Vorjahr (1875).

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Hauptsächlich handelte es sich um Verstösse gegen das Strafgesetzbuch und das Betäubungsmittelgesetz (2358 und 476). Von den 2358 Verstössen gegen das Strafgesetzbuch wurden 1303 abgeklärt, also rund 55 Prozent. Mit dieser Zahl bestätigt die Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden ihre langjährige hohe Aufklärungsquote (Vorjahr 57 Prozent), wonach regelmässig rund jedes zweite Delikt geklärt wird.

Mehr Körperverletzungen

Die Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden ist froh, dass es im vergangenen Jahr in unserem Kanton zu keinem Tötungsdelikt gekommen ist. Im vergangenen Jahr ist eine Zunahme bei den einfachen Körperverletzungen und den Betäubungsmitteldelikten zu erkennen. Besonders alarmierend ist die Zunahme von beinahe 50 Prozent der Anzahl Fälle von häuslicher Gewalt.

Wiederum begeht die Alterskategorie der 15- bis 17-Jährigen nach den 30- bis 49-Jährigen am meisten Straftaten in unserem Kanton.

U18: Jedes fünfte Delikt

Obschon die Jugendkriminalität im Vergleich zum Vorjahr leicht rückläufig ist, wird rund jedes fünfte Delikt von einer Person unter 18 Jahren begangen. Die statistischen Daten können auf www.polizei.ar.ch bezogen werden. Die Kriminalstatistik des Kantons Appenzell A. Rh.

enthält statistische Angaben über die begangenen Delikte, welche unter das Strafgesetzbuch (StGB) oder das Betäubungsmittelgesetz (BetmG) fallen. Die Kriminalstatistik soll dazu dienen, Tendenzen zu erkennen und zu interpretieren. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass nicht alle Straftaten angezeigt werden, weshalb die Kriminalstatistik bestenfalls eine Annäherung an die Verbrechenswirklichkeit darstellen kann. (pd)

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