3500 Stunden lang gepflegt

An der Hauptversammlung des Vereins Spitex-Dienste Rüthi-Lienz hat Dorfarzt Rolf Naegeli seine Nachfolgerin vorgestellt. Der Jahresbericht stiess auf ein positives Echo.

Rösli Zeller
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Der Vorstand mit Beisitzer René Glessmann (v. l.); Aktuarin Mirjam Arnold; Cornelia Loher, GPK; Präsidentin Ina Lechtenböhmer; Vizepräsidentin Jutta Cobbioni; Gemeinderätin Marion Heeb und Sandra Dürst, GPK (auf dem Bild fehlt Ursi Dürst, GPK), wurde für eine weitere Amtsdauer gewählt. (Bild: Rösli Zeller)

Der Vorstand mit Beisitzer René Glessmann (v. l.); Aktuarin Mirjam Arnold; Cornelia Loher, GPK; Präsidentin Ina Lechtenböhmer; Vizepräsidentin Jutta Cobbioni; Gemeinderätin Marion Heeb und Sandra Dürst, GPK (auf dem Bild fehlt Ursi Dürst, GPK), wurde für eine weitere Amtsdauer gewählt. (Bild: Rösli Zeller)

RÜTHI. Der frühlingshaft dekorierte Werkhofsaal füllte sich am Freitagabend bis auf den letzten Platz. Die Bevölkerung bewies damit ihr Interesse am Vereinsgeschehen, das für viele aus den Dörfern Rüthi und Lienz nicht mehr wegzudenken ist. Der Verein zählt gut 400 Mitglieder. Von einigen musste für immer Abschied genommen werden. Ihnen wurde gedacht.

Gut 30 Jahre in Rüthi gewirkt

Als besondere Gäste begrüsste Präsidentin Ina Lechtenböhmer den Dorfarzt Rolf Naegeli und die Ärztin Nora Gonzalez. Beim damaligen Krankenpflegeverein (heute Spitex) hat sich Rolf Naegeli vor 31 Jahren an der Hauptversammlung vorgestellt.

In all den Jahren habe er stets das Gefühl gehabt, dass das Spitex-Team zum Praxisteam gehöre. Die Zusammenarbeit sei sehr gut gewesen, so der Dorfarzt, der seine Praxis einem Zweier-Ärzteteam übergeben wird. Froh und glücklich schätze er sich, eine Nachfolge gefunden zu haben. Dies sei keineswegs selbstverständlich. Nora Gonzalez, die bereits erste Erfahrungen mit der Bevölkerung von Rüthi und Lienz gesammelt hat, stellte sich vor.

Auf ein arbeitsintensives Jahr blickte die Präsidentin Ina Lechtenböhmer in ihrem ausführlichen Jahresbericht zurück. Zugleich würdigte sie die engagierte Arbeit des gesamten Teams.

Schwung beim Mittagstisch

Die Fusspflege, die in den Spitex-Räumen angeboten wird, stehe allen, auch Nicht-Mitgliedern, zur Verfügung. Der Mahlzeitendienst wird im Vereinsgebiet wenig in Anspruch genommen.

Hingegen habe der Mittagstisch an Schwung gewonnen. Dieses Angebot werde sehr geschätzt und dementsprechend überaus gut besucht.

Auf Spenden angewiesen

In der Krankenpflege wurden gut 3500 Stunden geleistet. Da weniger Lohnkosten in der Pflege anfielen, mehr Ertrag in der Grundpflege resultierte, die Kommissionsarbeit weniger zeitintensiv war und grosszügige Spenden eingingen, konnte das Jahr mit einem Überschuss von gut 31 000 Franken abgeschlossen werden. «Wir sind nach wie vor auf Spenden und Mitgliederbeiträge angewiesen», sagt die Präsidentin. Für fünfjährige Tätigkeit ehrte sie die Pflegefachfrau Olivia Ritter.

Im Anschluss an den geschäftlichen Teil wurde dank grosszügiger Sponsoren ein Nachtessen samt Dessert serviert. Anschliessend konnten an einem Wettbewerb tolle Preise gewonnen werden.