3:0 nach 13 Minuten

Der FC Montlingen gewinnt das Oberrheintaler Derby gegen den FC Altstätten diskussionslos mit 7:2 (4:1). Bereits nach einer knappen Viertelstunde war die Partie vor 450 Zuschauern zugunsten des Heimteams vorentschieden.

Dominik Sieber
Drucken
Teilen
Montlingens Fabian Wüst (rechts) behauptet sich im Zweikampf mit dem Altstätter Raffael Bösch. (Bild: Dominik Sieber)

Montlingens Fabian Wüst (rechts) behauptet sich im Zweikampf mit dem Altstätter Raffael Bösch. (Bild: Dominik Sieber)

FUSSBALL. Für die Altstätter war es gestern, freundlich formuliert, kein schöner Fussballnachmittag auf der Sportanlage Kolbenstein. Das Gästeteam war dem Gastgeber in allen Belangen unterlegen und kassierte eine brutale 2:7-Niederlage. Das hohe Resultat lag aber nicht nur daran, dass Altstätten so schwach war, sondern Montlingen eine weitere starke Darbietung ablegte. Allen voran in der Offensive zeigte das Heimteam eine starke Leistung und überforderte die Altstätter «Verteidigung» immer wieder. Mit dem dritten Vollerfolg setzen sich die Montlinger an der Spitze fest, währenddessen sich die Städtli-Elf bereits wieder nach hinten orientieren muss.

Starke FCM-Viertelstunde

Nach weniger als einer Viertelstunde war das Oberrheintal-Derby bereits (vor-)entschieden. In der dritten Minute brachte Innenverteidiger Manuel Bont das Heimteam nach einem Klingler-Freistoss mit 1:0 in Führung. Nur fünf Zeigerumdrehungen später traf Berisha für die Maccani-Elf bereits zum zweiten Mal. Danach reüssierte auch noch der zweite Innenverteidiger der Kolbensteiner: Der Ex-Widnauer Valentin Aggeler traf in seinem ersten Meisterschaftsspiel für Montlingen per Kopf zum 3:0 und machte den Auftakt der Altstätter endgültig zur Katastrophe.

Danach zeigte das Team des neuen Trainers Adrian Brunner aber Moral. Zuerst scheiterte Kevin Steiger vom Elfmeterpunkt an Montlingens Keeper Erlacher, und nach einem Pfostenschuss von Gächter war es nach 22 Minuten Shaqiri, der mit einem herrlichen Schuss dann doch noch verkürzte.

Die Freude der Gäste war aber von kurzer Dauer: Nur neun Minuten später setzte Topskorer Adem Kum einen Freistoss humorlos zum 4:1 für die Gastgeber in die Maschen.

Auch den Start in den zweiten Durchgang verpasste die Städli-Elf komplett. Einmal mehr konnte ein Montlinger nur mit einem Foul gestoppt werden, und so kam es bereits nach 47 Minuten zu einem Elfmeter: Adem Kum liess sich nicht zweimal bitten und verwertete den Penalty zum fünften Treffer für das Heimteam. Nach einem weiteren Pfostenschuss des Montlinger Stürmers, kam der FCA dann doch noch zu einem weiteren Ehrentreffer. Die Defensive der Maccani-Elf stellte sich zu nonchalant an, so dass Uzunovic nochmals ein wenig Hoffnung für sein Team aufkommen liess.

Montlingen weiter überlegen

Aber Montlingen spielte die Sache souverän zu Ende. Nach vielen vergebenen Chancen war es in der 80. Minute der eingewechselte Rederer, der mit dem schönsten Treffer des Nachmittags für den sechsten Treffer verantwortlich war. In der Schlussminute war es dann nochmals der junge Vorarlberger in Diensten der Montlinger, der wieder vom Elfmeterpunkt zum Entstand von 7:2 traf.

Zufriedener Maccani

Doppelt ärgerlich für Altstätten ist, dass Kevin Steiger nach 73 Minuten nach seiner zweiten Verwarnung vom Platz flog und somit im nächsten wichtigen Spiel gegen den ebenfalls schwach gestarteten FC Buchs fehlt. Mehr Glück hatte FCA-Keeper Lüchinger – der sich immer wieder völlig verärgert und unnötig mit den Zuschauern anlegte – dass er in der 90. Minuten nicht auch noch die Ampelkarte sah. Der Schiedsrichter hatte aber ein Einsehen, und zeigte dem Torhüter nach einem Foul als letzter Mann nur die gelbe Karte.

Völlig anders war die Gemütslage auf der Gegenseite. Die Kolbenstein-Elf ist nach drei Runden in der Meisterschaft noch ohne Punktverlust und reist am kommenden Samstag als Zweiter zum punktgleichen Leader Chur. Trainer Jürgen Maccani war mit der Leistung seiner Spieler gestern Nachmittag sehr zufrieden: «Wir waren klar die bessere Mannschaft und haben völlig verdient die drei Punkte eingefahren. Wir haben uns über die Sommerpause vor allem im Kopf weiterentwickelt und konnten so die <Derby-Blockade> ablegen», sagt der Trainer des FC Montlingen.