3. LIGA: Rheineck auf Meisterkurs

Die «Herbstmeisterschaft» ist dem FC Rheineck kaum mehr zu nehmen. Rebstein und Rüthi wollen dranbleiben.

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Mit dem 3:0-Sieg gegen Triesenberg hat Rheineck wohl den entscheidenden Schritt gemacht, um in der 3. Liga, Gruppe 2, auf Pole-Position zu überwintern. Weil nämlich alle drei nächsten Verfolger in der neunten Runde verloren haben, führen die Rheinecker nun mit fünf Punkten Vorsprung. Bereits ein Sieg am Samstag um 17 Uhr in Uznach würde ihnen reichen, um die Winter-Regentschaft zu fixieren.

Rebstein, das in der letzten Runde noch in Rheineck antritt, empfängt am Sonntag um 14.30 Uhr den FC Teufen. Und Rüthi spielt am Samstag um 16 Uhr zu Hause gegen Appenzell darum, einigermassen in Schlagdistanz zur Spitze zu bleiben.

In einem halben Jahr vom Keller an die Spitze

Die letzte Saison, die für Rhein­eck beinahe mit dem Abstieg endete, hat auf der Stapfenwis offenbar etwas bewirkt: Die nur ­unwesentlich veränderte Mannschaft spielt seit Saisonbeginn an der Spitze, hat erst einmal verloren und sieben Mal gewonnen. Das Prunkstück ist die Defensive mit erst acht Gegentoren – Liga-Bestwert. Im Angriff erreichen andere bessere Kennzahlen, aber diese Teams kassieren dreimal so viele Gegentore. Wie Uznach, das mit einem Torverhältnis von 31:24 zwölf Punkte ins Trockene brachte – zehn weniger als Rhein­eck.

Rheintaler Vereine haben die besten Defensiven

Auch die zwei Oberrheintaler 3.-Liga-Teams zeichnen sich durch eine im Ligavergleich sehr solide Defensive aus: Rebstein hat erst zwölf und Rüthi – dessen Abwehr in der letzten Saison zu Recht oft gescholten wurde – gar erst zehn Treffer hinnehmen müssen.

Der zweitplatzierte FC Rebstein muss sich im letzten Heimspiel des Jahres für die zweite Saisonniederlage bei den Balzner Reserven rehabilitieren. Gegner Teufen liegt auf dem sechsten Platz nur drei Punkte hinter der Polverino-Elf zurück. Vor einer Woche siegten die Ausserrhoder gegen Uznach 5:2, zuvor verloren sie in Triesenberg 2:5. In diesem Stil läuft’s die ganze Saison schon. In der letzten Spielzeit ­gewann Rebstein beide Spiele gegen Teufen.

Rüthis Abwehr gestärkt, aber Angriff geschwächt

Auch der FC Rüthi gewann letzte Saison beide Spiele gegen seinen nächsten Gegner Appenzell. Allerdings sind die Innerrhoder wie Rheineck gegenüber der letzten Spielzeit klar verbessert. Sie liegen als Dritte einen Punkt vor dem viertplatzierten Rüthi.

Die Oberrheintaler stellen die zweitbeste Defensive der Liga, dagegen treffen nur die zwei Tabellenletzten seltener ins gegnerische Tor als Rüthi. Diese Bilanz ist überraschend, war es doch letzte Saison genau umgekehrt: Rüthi war in der Offensive Nr. 2 der Liga, in der Defensive dagegen nur Nr. 8. Trainer Anto Tomas hat also das Ziel erreicht, die Defensive zu stärken – allerdings auf Kosten der Offensive. (ys)