3. LIGA: Fliegt Rheineck davon?

Rebstein liegt als Zweiter fünf Punkte hinter Rheineck. In der letzten Runde des Jahres treffen die beiden Teams aufeinander.

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Bei Rheineck gegen Rebstein spricht die Statistik fürs Heimteam – nicht nur die von der aktuellen Saison: In der letzten Spielzeit gewann Rhein­eck beide Spiele gegen die Grün-Weissen. (Bild: Archiv/rez)

Bei Rheineck gegen Rebstein spricht die Statistik fürs Heimteam – nicht nur die von der aktuellen Saison: In der letzten Spielzeit gewann Rhein­eck beide Spiele gegen die Grün-Weissen. (Bild: Archiv/rez)

In der 3. Liga gibt es nur drei Rheintaler Derbys pro Halbjahr. Das Gute ist: Alle diese Partien sind Spitzenspiele, denn Rhein­eck, Rebstein und Rüthi belegen die Plätze eins bis drei.

Wenn Rheineck allerdings das Heimspiel vom Samstag um 17.30 Uhr gewinnt, entfernt es sich so weit von seinen Verfolgern, dass es als einziges Spitzenteam der 3. Liga, Gruppe 2, in die Winterpause geht.

Rebstein ist Spezialist darin, Rückstände noch zu drehen

Die Rheinecker stellen ligen­übergreifend das nach Punkten beste Rheintaler Team. Sie haben nur einmal verloren und achtmal gesiegt. Drei dieser Spiele gewannen sie mit einem Tor Unterschied. Haben sie letzte Saison noch oft wegen später Gegentore Punkte eingebüsst, sichern sie sich nun viele Punkte dank spät erzielter Treffer. So auch vor einer Woche beim 2:1-Sieg in Uznach.

Kein Zweifel: Die Mannschaft von Trainer Elia Marino ist im Flow. Besiegt sie nun auch Rebstein, fliegt sie ihren Gegnern davon.

Allerdings ist der FC Rebstein unter seinem neuen Trainer Daniele Polverino Spezialist darin, scheinbar entflogene Vögelchen wieder einzufangen. Schon dreimal in dieser Saison hat das Team von der Birkenau einen Rückstand gedreht. Vor einer Woche gegen Teufen lag es gar 0:4 im Hintertreffen, noch nach 80 Minuten hiess es 2:4 – und dennoch siegte Rebstein 6:4. Eine heldenhafte, ja beispiellose Aufholjagd.

In Rheineck dürfte Rebstein einen solchen Rückstand aber kaum wettmachen können. Deshalb empfiehlt es sich, diesmal von Anfang an bereit zu sein.

Der FC Rüthi schliesst die Vorrunde am Sonntag um 16 Uhr in Schaan ab. Die Rüthner liegen sechs Punkte hinter Rheineck zurück, sie hoffen also bestimmt auf Rheinecker Punktverluste – auch wenn ihnen dadurch der Sprung auf den zweiten Platz verwehrt wird. Sie selbst müssten die Aufgabe in Schaan ohne weitere Einbussen überstehen: Auswärts gegen das Schlusslicht, das erst einen Punkt gewonnen hat, wäre es eine Schmach, nicht mit drei Punkten zurückzukehren.

Yves Solenthaler