250 auf einen Streich

WIDNAU. So viele Zuschauer konnte das «tapfere Schneiderlein» in Widnau in seinen Bann ziehen. Und zwar Erwachsene ebenso wie die Kinder. Das Zürcher Reisetheater begeisterte.

Max Pflüger
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Rund 250 Augenpaare wurden zwei Stunden lang vom Theatergeschehen auf der «Metropol»-Bühne gefangen gehalten. (Bild: Max Pflüger)

Rund 250 Augenpaare wurden zwei Stunden lang vom Theatergeschehen auf der «Metropol»-Bühne gefangen gehalten. (Bild: Max Pflüger)

Zum vierten Mal lud der Kulturverein Widnau gestern Nachmittag zu einer Märchenvorstellung des Reisetheaters Zürich ein. Nach «Hänsel und Gretel», «Rumpelstilzli» und «Rotkäppli» stand dieses Jahr «s' tapfere Schnyderli» auf dem Programm.

Aufgeführt wurde das bekannte Grimm-Märchen in einer gelungenen Theaterbearbeitung in Mundart von Jörg Christen, der zusammen mit Fabio Romano auch für die Regie verantwortlich zeichnete.

Gekonnte Adaption

Dem Autor und Regisseur gelang es, den Märchentext in eine ansprechende Dialogform umzusetzen. Obwohl er sehr nahe an der Originalgeschichte blieb, erzählte er diese durchaus bühnengerecht.

So liess er zum Beispiel bereits ganz am Anfang die Marktfrau mit ihrem Zwetschgenmus von der rasenden Wildsau und dem kräftig tobenden Einhorn erzählen und gab so der Geschichte einen roten Faden. Gekonnt witzig war der Tanz des Schneiderleins, als er mit seiner riesigen Schere auf Fliegenfang ging.

Begeisterte Kinderaugen

Die Geschichte vom kleinen Schneiderlein, das mit seiner Heldentat, auch wenn's nur winzige Fliegen waren, doch «sieben auf einen Streich» bewältigte, kam bei den Kindern ausgezeichnet an und unterhielt sie während rund zwei Stunden bestens. Sie fieberten mit, sangen mit dem Schneiderlein und halfen ihm, so gut sie konnten, bei der Bewältigung der schwierigen Prüfungen.

Und auch den Erwachsenen wurde das muntere Spiel der Zürcher Theatergruppe nie langweilig. Mit Witz und Humor eroberten die Märchenfiguren die Sympathien der Rheintaler.

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