25 Rappen für die Sicherheit: Soviel zahlen die Gemeinden dem Feuerwehrverband Unterrheintal pro Jahr und Einwohner

Die Vielfalt der Feuerwehreinsätze steigt ständig – 2019 war gemäss Verbandspräsident aber ein eher ruhiges Jahr.

Gerhard Huber
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Verbandspräsident Markus Köppel (Mitte) zeichnete die verdienten Florianijünger Thomas Rüegg (links) und Pius Frank für 28 Jahre im Dienst der Bevölkerung aus.

Verbandspräsident Markus Köppel (Mitte) zeichnete die verdienten Florianijünger Thomas Rüegg (links) und Pius Frank für 28 Jahre im Dienst der Bevölkerung aus.

Bild: Ulrike Huber

Rheineck 45 Personen, davon 22 Stimmberechtigte, begrüsste Präsident Markus Köppel an der 86. Delegiertenversammlung des Feuerwehrverbandes Unterrheintal im Gasthof Hecht.

Darunter war Rheinecks neuer Stadtpräsident Urs Müller, der den Anwesenden den Dank der Bevölkerung für ihren grossen freiwilligen Einsatz für die Sicherheit der Bewohner aussprach. Müller sagte: «Die Gemeinden zahlen dem Feuerwehrverband jedes Jahr gerade einmal 25 Rappen pro Einwohner, was für Rheineck 848 Franken ausmacht – eine gute Investition in unsere Sicherheit.»

Im Jahresrückblick berich­tete Verbandspräsident Köppel von 419 Einsätzen mit total 5479 Einsatzstunden. Davon waren 54 Brandeinsätze und 62 Elementarereignisse. «Von einem grösseren Ereignis blieben wir 2019 verschont. Dieses Feuerwehrjahr war eher ruhig.»

Die Vielfalt der Einsatzarten und damit die Anforderungen an die Feuerwehr steige ständig: «Deshalb ist unser Verband bestrebt, die Ausbildung laufend den neuen Erfahrungen anzupassen, Bestehendes zu vertiefen, aber auch Neues in die Ausbildung einzubeziehen.»

Ein besonderer Dank galt daher den Instruktoren für deren Bereitschaft, sich permanent auf dem Laufenden zu halten und weiterzubilden. Eine besondere Gratulation erhielt Andy Baumgartner von der Feuerwehr St.Margrethen für die bestandene Ausbildung und die Aufnahme ins Instruktorenteam. Den Jahresbericht der regionalen Jugendfeuerwehr Unterrheintal verlas ein letztes Mal Christian Reich, der sein Kommando Ende 2019 nach sieben Jahren Antonio Zichi übergeben hat. Die Jugendfeuerwehr durfte sich über ein unfallfreies und erfolgreiches Jahr mit elf neuen jugendlichen «Fire-Fighters» freuen.

Enzo Termine, der nach vielen verdienstvollen Jahren als Vorstandsmitglied und Instruktor von seinem Amt zurückgetreten ist, nahm sichtlich überrascht seine per Akklamation erfolgte Ernennung zum Ehren­- mitglied des Feuerwehrverbandes entgegen. Zu seinem Nachfolger wurde Robert Fuchs von der Feuerwehr Rheineck-Thal- Lutzenberg gewählt.

Auszeichnungen für langes Engagement

Eine Delegiertenversammlung bietet immer auch Gelegenheit, verdiente Florianijünger auszuzeichnen. So auch dieses Jahr. Thomas Rüegg und Pius Frank wurden für 28 Jahre im Dienst der Bevölkerung ebenso ausgezeichnet wie der verstorbene René Gois für 31 Jahre aufopfernde Tätigkeit als Feuerwehrmann.

Andrea Schöb überbrachte die Grüsse des Kantonalen Feuerwehrverbandes und berichtete ausführlich von dessen Tätigkeit. Ein grosses Thema sei nach wie vor das neue Feuerschutzgesetz, das in erster Lesung zur Überarbeitung zurückgewiesen wurde.