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2.-LIGA-FUSSBALL: Tabellenführer darf nicht aufsteigen

Um in der höchsten Ostschweizer Regionalliga zu spielen, muss ein Verein Nachwuchsförderung betreiben. Diese Bestimmung wird KF Besa aus St. Gallen zum Verhängnis. Ein Rheintaler Team kann profitieren.

Fünf Runden vor Schluss hat der vor 25 Jahren von Albanern gegründete Fussballclub Besa in der 3. Liga, Gruppe 2, vier Punkte Vorsprung auf den ersten Verfolger Diepoldsau. Dieses Punktepolster nützt dem Verein indes nichts, der seine Heimspiele im früheren FC-St.-Gallen-Stadion Espenmoos austrägt: Besa darf nämlich nicht in die 2. Liga regional aufsteigen, die höchste vom Ostschweizer Fussballverband (OFV) geführte Spielklasse.

Diese Sperre liegt in der Tatsache begründet, dass der Ver­-ein keine Nachwuchsmannschaft stellt, wie es vom Reglement vorgeschrieben ist.

Juniorenförderung heisst: 2 Nachwuchsteams stellen

Der OFV stützt sich auf seine Modalitäten zur Saisons 2016/17. Dort heisst es im Kapitel «3. Liga, Juniorenförderung» unter Artikel 2.2.2: «Voraussetzung für den Aufstieg in die 2. Liga regional ist, dass der betreffende Klub bereits in der Aufstiegssaison Juniorenförderung betrieben hat (. . .)»

Unter Juniorenförderung versteht der OFV, dass ein Verein mindestens zwei Mannschaften der Stufen A- bis D-Junioren führt, die an der Meisterschaft teilnehmen – oder mindestens 30 für den Verein lizenzierte Junioren in einer Gruppierung (Mannschaft oder Spielgemeinschaft) beim Verband gemeldet hat.

Beides ist bei Besa nicht der Fall, der Verein nimmt nur mit je einer Aktiven- und Seniorenmannschaft am Spielbetrieb teil. Zwar haben die Besaner zu Beginn der letzten Saison beim OFV eine B-Juniorenmannschaft angemeldet, diese aber noch vor Beginn der Spielzeit mangels Spielern zurückgezogen. Weil als Stichtag, an dem die genannten Bedingungen erfüllt sein müssen, der 1. April gilt, spielt dieses Intermezzo in der Beurteilung des Falls Besa keine Rolle.

Der Regionalvorstand hat am Donnerstag an seiner Sitzung über den Fall Besa beraten, OFV-Präsident Stephan Häuselmann betont aber: «Wir haben dabei keinen Entscheid gefällt, sondern stützen uns nur auf unsere Reglemente – die eindeutig sind.» Weil es keinen Entscheid gibt, ist auch kein Rekurs dagegen möglich.

Der OFV erhält vom Schweizer Fussballverband (SFV) den Auftrag, Modalitäten für die Bedingungen der 2.-Liga-Zugehörigkeit zu erstellen. Eine funktionierende Juniorenförderung liegt im ureigenen Interesse der Verbände, der Passus mit der Juniorenförderung ist gemäss Stefan Tanner, Präsident der OFV-Wettspielkommission, erst «vor drei oder vier Jahren» ins Reglement aufgenommen worden. Einen ähnlichen Fall hat es in der kurzen Zeit bisher in der Ostschweiz nicht gegeben, aber im Regionalverband Solothurn gibt es gemäss Tanner zurzeit einen vergleichbaren Fall.

Diepoldsau oder Rebstein sind mögliche Profiteure

Der Fall Besa ist in den letzten Tagen im Rheintaler Fussball heiss diskutiert worden, weil nun mit grösster Wahrscheinlichkeit ein Rheintaler Verein in die 2. Li­ga aufsteigt. Fünf Runden vor Schluss der Saison befindet sich der FC Diepoldsau-Schmitter in der Pole Position, er hat vier Punkte Vorsprung auf den FC Rebstein und deren acht auf den FC Rüthi.

Yves Solenthaler

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