1526 Junge wollen mehr Ausgang

ALTSTÄTTEN. Die Jungfreisinnigen Region Rheintal haben gestern Morgen Stadtpräsident Daniel Bühler die Petition «Für längere Öffnungszeiten der Altstätter Beizen» überreicht. Bis mindestens 3 Uhr sollen sie geöffnet sein dürfen.

Gert Bruderer
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Stadtpräsident Daniel Bühler (rechts) nimmt die 1526 Unterschriften von den Jungfreisinnigen entgegen: (von links) Gloria Schöbi, Au, Thomas Blank, Widnau, Desirée Seitz, Widnau, und Christoph Graf, Lüchingen. (Bild: Gert Bruderer)

Stadtpräsident Daniel Bühler (rechts) nimmt die 1526 Unterschriften von den Jungfreisinnigen entgegen: (von links) Gloria Schöbi, Au, Thomas Blank, Widnau, Desirée Seitz, Widnau, und Christoph Graf, Lüchingen. (Bild: Gert Bruderer)

1526 Rheintalerinnen und Rheintaler haben die Petition unterschrieben. Von ihnen leben 530 in Altstätten. Zumal es sich bei einer Petition um eine (für den Stadtrat unverbindliche) Bittschrift handelt, darf sie auch von Auswärtigen und von Personen unter 18 Jahren unterschrieben werden.

Behandlung nach den Ferien

Der Stadtpräsident nahm die Unterschriften entgegen und stellte die Behandlung der Petition durch den Stadtrat in Aussicht. Dies geschehe allerdings erst nach den Sommerferien.

Wichtig sei, dass das «legitime Anliegen» der Jungfreisinnigen nicht mit dem Inhalt des geplanten Polizeireglements vermischt werde, sagte Bühler.

Der Stadtpräsident wies zudem darauf hin, dass die Sicherheit in Altstätten seit einem Jahr «massiv besser» geworden sei. – Dies allerdings «auf Kosten des Nachtlebens und der Jungen», entgegnete der Jungfreisinnige Christoph Graf.

Bis 3 Uhr wirten können

Die Petitionäre fordern vom Stadtrat eine Anpassung des Gastwirtschaftsreglements sowie der Schliessungszeiten an das aktuelle Ausgehverhalten und an das neu zu schaffende Polizeireglement.

Sie verlangen eine Festsetzung der Schliessungszeiten auf mindestens 3 Uhr für Gastwirtschaftsbetriebe, die sich an die gesetzlichen Vorgaben halten.

Begründet wird die Petition damit, dass längere Öffnungszeiten zu weniger Menschenmassen in der Stadt führen und somit zu weniger Gewalt und Unordnung.

Zudem ist es ein Anliegen der Jungfreisinnigen, dass nicht alle Nachtschwärmer für die Verfehlungen weniger Jugendlicher kollektiv bestraft werden und dass Altstätten wieder zum «Ausgangsmekka» wird, als das es jahrelang gegolten hatte.