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118 Glocken im Konzert

ST. GALLEN. Ein weltweit einzigartiges Projekt bringt alle Kirchenglocken der Stadt St. Gallen «orchestriert» zum Klingen.

ST. GALLEN. Ein weltweit einzigartiges Projekt bringt alle Kirchenglocken der Stadt St. Gallen «orchestriert» zum Klingen. Das passend «Zusammenklang» genannte Konzert findet im August statt und steht unter der Leitung der Komponistin Natalija Marchenkova Frei und des Musikers Karl Schimke aus St. Gallen. Die russische Komponistin ist für die Musik zuständig, der Amerikaner Schimke für Organisation und Durchführung.

29 Kirchtürme gibt es in St. Gallen, darin hängen 118 Glocken. Die grösste Glocke hängt im Dom und wiegt 7,5 Tonnen, die 25 Kilogramm leichte Glocke in der Wolfgangkapelle ist die kleinste. Zwei Oktaven können vollständig abgedeckt werden, darüber hinaus ist die Tonleiter lückenhaft – eine Herausforderung für die Komposition.

Bis der Schall von der 6,6 Kilometer vom Hörort entfernten Kirche in Winkeln bis zu den Zuhörern gelangt, vergehen etwa 20 Sekunden. Die Schallgeschwindigkeit wird zusätzlich vom Wetter beeinflusst. Einige Glocken werden computergesteuert angeschlagen, andere können nur auf die eine oder andere Art manuell geläutet werden. Dafür erhalten die freiwilligen Mitwirkenden des Projekts per Smartphone einen Countdown und ein Signal zum Auslösen und Stoppen des Schlags.

Am Nachmittag des 15. März findet eine Probe mit drei Kirchen statt. Schimke testet mit Fachleuten drei Anschlagtechniken, um Feinabstimmungen in der Steuereinheit vornehmen zu können. Auch werden die Eigenschaften des Schalls studiert. (red.)

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