11 Gegentore in 2 Spielen

Nach einer 3:1-Führung verliert St. Margrethen bei der SV Schaffhausen mit 3:6 (2:1).

Günther Böhler
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FUSSBALL. In den erst zwei Spielen der Rückrunde kassierte die Lehnherr-Truppe bereits elf (!) Gegentreffer. Das Duell der Tabellennachbarn endete mit einem Torfestival, bei dem die Hausherren die Nase vorn hatten. Den drei Treffern von St. Margrethen setzte die Spielvereinigung die doppelte Anzahl entgegen. Durch diese Niederlage haben die Rheinau-Kicker drei Punkte Rückstand auf diesen Mitkämpfer gegen den Abstieg. Dem nicht genug: Ahmet Cetinkaya musste vorzeitig vom Platz und ist somit nach Kica Kreshnik und Petrit Berisha (beide beim 1:5 gegen Kreuzlingen) der dritte Rotsünder im Frühjahr.

Im Aufwind zur Führung

In der ersten Viertelstunde fanden die Gastgeber einige Möglichkeiten vor. Getroffen hat Schaffhausen aber genau in einer Phase, in der die Gäste im Aufwind waren. Dem 1:0 für die Rheinfall-Equipe ging ein Abstimmungs-Fehler zwischen Torhüter und Innenverteidiger zuvor. Bigonsan (22.) nützte diesen eiskalt aus. Der Ausgleich folgte postwendend: Nach einer schönen Kombination war Liridon Maliqi zur Stelle. In Minute 38 durfte ein weiterer Neuzugang des FC St. Margrethen jubeln: Gültekin Sönmez setzte den Ball zum 2:1 in die Maschen.

Kurz vor dem Wechsel verhinderte die Querlatte nach einem Abazi-Freistoss den Ausbau der Führung. Dies wurde allerdings nur drei Minuten nach Wiederbeginn von Stif Gulan nachgeholt. Der gegnerische Coach Dario Bossi reagierte und landete mit der Einwechslung von Danilo Torsello einen Glücksgriff. Zudem patzte die Rheintaler Hintermannschaft erneut zweimal gewaltig. Und so hiess es nach Treffern von Torsello (52.) und Bigonsan nach 66 Minuten 3:3. «Eine Stunde lang haben wir fast alles richtig gemacht. Durch schwere Abwehrfehler haben wir einen totgeglaubten Gegner wieder zum Leben erweckt», stellte St. Margrethens Trainer Lehnherr fest.

0:5 in letzten 40 Minuten

Doch es kam noch schlimmer: Der völlig frei stehende Yannick Bolli (72.) drehte die Partie endgültig. Die Lehnherr-Truppe versuchte mit aller Vehemenz, sich gegen die drohende Niederlage zu stemmen, doch als Cetinkaya vorzeitig unter die Dusche musste, war die Sache gelaufen. In numerischer Überlegenheit machten Torsello und Claudio Lettieri in der Schlussphase das halbe Dutzend voll.

«Das war brutal! Das muss ich erst verdauen», gab Lehnherr enttäuscht preis. Nun hofft er zu Hause gegen Frauenfeld auf die ersten Frühlingspunkte.