100 neue Veloabstellplätze

HEERBRUGG. Markus Rast von den SBB war am Dienstag extra aus Zürich angereist, um die Veloständer am Bahnhof Heerbrugg der Gemeinde Au zu übergeben. Nun gibt es 100 Abstellplätze mehr.

Monika von der Linden
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Markus Rast (Bauherrenvertreter SBB, von links), Bauverwalter Ruedi Engeli und Gemeindepräsident Christian Sepin probieren den neuen Veloständer am Bahnhof Heerbrugg aus. (Bild: Monika von der Linden)

Markus Rast (Bauherrenvertreter SBB, von links), Bauverwalter Ruedi Engeli und Gemeindepräsident Christian Sepin probieren den neuen Veloständer am Bahnhof Heerbrugg aus. (Bild: Monika von der Linden)

«Weil das Mittelrheintal flach ist, fahren besonders viele Pendler mit dem Zweirad bis zum Bahnhof», sagte Markus Rast, Vertreter der SBB. Die bisherigen Abstellplätze für Velos und Mofas reichten nicht mehr aus. Deshalb ersetzten die SBB die gebührenfreien Ständer entlang der Aechelistrasse (am Auf- und Abgang der Fussgängerunterführung) sowie neben dem Bushof durch drei neue und vergrösserten die Kapazität.

Platzsparend, weil zweistöckig

Bei der Unterführung sind die filigran gearbeiteten Veloständer zweistöckig. Dort können 210 Velos parkiert werden. «Pendler kommen meist knapp an», sagte Markus Rast. Deshalb soll man sein Velo schnell abstellen und mit nur wenigen Schritten die Unterführung erreichen können. «Gibt es zu wenige Ständer, werden manche Velos tropfenförmig abgestellt. Sie blockieren das Trottoir und korrekt abgestellte Velos», sagte Markus Rast.

Auf der anderen Seite der Bahnlinie, neben dem Bushof, haben die SBB auch den Veloständer ersetzt. Dort entschied man sich für ein ebenerdiges Pedalhaltesystem. Zusätzlich können an der Stirnseite zwölf Mofas oder Roller – ebenfalls gedeckt – abgestellt werden.

Die SBB haben die Kapazität um hundert Plätze auf 254 erhöht. Zählt man die 80 im «Käfig» und die 160 gedeckten beim Schmidheiny-Park hinzu – sie gehören der Gemeinde – gibt es rund um den Bahnhof fast 500 gedeckte Veloparkplätze. Vorher waren es 394. Es sei möglich, in den nächsten fünf bis zehn Jahren 100 weitere Abstellplätze zu realisieren, sagte Markus Rast.

Die 275 000 Franken für die neuen Veloständer teilen sich die SBB und die Gemeinde Au hälftig. Weiter haben die SBB zugesagt, die Unterhaltskosten in den nächsten zehn Jahren zu tragen.

Facelifting der Unterführung

Heerbrugg sei ein Zentrum im Rheintal, sagte Gemeindepräsident Christian Sepin. Deshalb achte die Gemeinde Au darauf, das Areal rund um den Bahnhof ansprechend zu gestalten und gut zu pflegen. Aus diesem Grund gibt sie in diesem Sommer 50 000 Franken für die Auffrischung der Fussgängerunterführung aus. Diese wurde im Jahr 2001 gebaut und verbindet das Weed-Quartier mit dem Zentrum. Die Unterführung gehört nicht den SBB, nur die Aufgänge zu den Zwischenperrons. Für die Auffrischung geben die SBB 30 000 Franken aus.

Die Fussgängerunterführung war von Beginn an für Velofahrer und Mofas gesperrt. Weil sich viele Velofahrer nicht an das Fahrverbot hielten und sich Fussgänger nicht sicher fühlten, stellte die Gemeinde im Jahr 2008 Betonblöcke als Schikanen auf. «Velofahrer benutzen die Rampen noch immer», sagte Bauverwalter Ruedi Engeli. «Sie bremsen aber wenigstens ab.» Im Zuge der Auffrischung weichen die «hässlichen Betonblöcke» nun Schranken.

Weiter werden die Kacheln abgewaschen, die Kanäle gespült, neue Farbe an den Wänden aufgetragen und die Bodenmarkierungen behindertenfreundlich erneuert.